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Preisentwicklung beim Strom: Strompreis-Anstieg um 22 Prozent seit 2007

21.12.2011 - 13:37

Strom ist in den vergangenen viereinhalb Jahren massiv teurer geworden. Wie der CHECK24-Energiepreisindex zeigt, legte der durchschnittliche Strompreis seit Juli 2007 um 22 Prozent zu. Eine Durchschnittsfamilie zahlt durch diese Preisentwicklung heute über 200 Euro mehr als zu Beginn der Auswertungen. Ein Anbieterwechsel lohnt sich - denn Alternativanbieter bieten nicht nur günstigere Preise. Ihre Tarife stiegen auch weniger stark als die der Grundversorger.

Eine Schnapszahl - aber kein Grund zum Feiern: Um 222 Euro ist die Stromrechnung eines Musterhaushaltes mit einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden seit Mitte 2007 gestiegen. Blieb die Familie im Grundversorgungstarif, musste sie sogar einen Preisanstieg von 258 Euro oder 25 Prozent verkraften. Bei einem Alternativanbieter kletterten die Preise laut Strompreisindex dagegen nur um rund 20 Prozent oder 185 Euro. Aber auch das ist weit mehr als die Inflation erklären würde.

Regionale Unterschiede der Strompreise

Allein in den zurückliegenden zwölf Monaten - von Dezember 2010 bis Dezember 2011 - betrug die durchschnittliche Preissteigerung aller Anbieter sieben Prozent. Dabei gibt es allerdings deutliche regionale Unterschiede: So mussten beispielsweise Grundversorgungs-Kunden in Berlin und Hamburg in diesem Zeitraum mit je elf Prozent und in Baden-Württemberg mit neun Prozent die stärkste Preiserhöhung tragen, während sich die Grundversorgungstarife in Brandenburg nur um drei Prozent verteuerten.

Unterm Strich müssen aber dennoch Verbraucher in den neuen Bundesländern tiefer in die Tasche greifen. Denn sie zahlen im Bundesvergleich die höchsten Strompreise. Derzeit kosten 5.000 Kilowattstunden im Westen durchschnittlich 1.265 Euro im Jahr, im Osten 1.330 Euro. Auch 2012 müssen Stromkunden mit weiter steigenden Preisen rechnen: 130 Grundversorger haben allein für Januar und Februar Preiserhöhungen um durchschnittlich 49 Euro jährlich angekündigt. Dabei wird es aber nicht bleiben, denn eine neue Umlage, mit der Entlastungen für Industriekunden finanziert werden, und steigende Netzentgelte sorgen für höhere Kosten.

Eine Preisgarantie schützt vor Preiserhöhung

Ein Stromanbieter Vergleich lohnt sich daher derzeit besonders. Die Kunden können nicht nur vom Preisunterschied zwischen teuren und günstigen Versorgern profitieren, sondern auch darauf setzen, dass sich die Preise der Alternativ-Anbieter weiterhin moderater entwickeln als die der Grundversorger. Eine lohnende Option ist zudem der Abschluss eines Tarifes mit Preisgarantie oder Preisfixierung. Dadurch sind die Kunden für einen gewissen Zeitraum vor Kostensteigerungen geschützt. Ratsam ist allerdings ein genauer Blick auf das Kleingedruckte, welche Preisbestandteile die Garantie umfasst. CHECK24 spricht nur dann von einer Preisgarantie, wenn alle Preisbestandteile außer der Mehrwertsteuer eingeschlossen sind.

Übrigens: Auch beim Gas lohnt sich ein Vergleich der Tarife. Denn allein zwischen Dezember 2010 und Dezember 2011 stieg der Gaspreis im Durchschnitt um knapp sieben Prozent oder 88 Euro jährlich. Die deutlichsten Preiserhöhungen gab es bei den Grundversorgern: Die Preise zogen, berechnet für einen Jahresverbrauch von 5.000 kWh, um durchschnittlich 92 Euro (6,7 Prozent) an. Die Preise der alternativen Gasanbieter stiegen um 78 Euro (6,9 Prozent). Von den Gaspreiserhöhungen der 532 Grundversorger waren rund zehn Millionen Haushalte betroffen.

(mb)

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