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Ökostrom wird bei den Verbrauchern immer beliebter

06.10.2010 - 21:27

In den ersten drei Quartalen 2010 entschied sich jeder Vierte, der über CHECK24 seinen Stromanbieter gewechselt hat, für einen Ökostrom-Tarif. Damit ist der Anteil der Wechsler zu Ökostrom im Vergleich zu 2009 gestiegen: Im vergangenen Jahr wechselte nur jeder Fünfte zu Ökostrom.

Mit einem Wechsel in einen Ökostrom-Tarif schonen Verbraucher die Umwelt und gleichzeitig ihre Finanzen: In allen 50 größten deutschen Städte kostet mindestens ein Ökostrom-Tarif weniger als die örtliche Grundversorgung.

Ersparnis von über 360 Euro pro Jahr möglich

Besonders groß ist die Ersparnis durch den Wechsel in einen Ökostrom-Tarif mit RECS-Zertifikat. Sie liegt im Durchschnitt der untersuchten Städte bei 257 Euro im Jahr. In der Spitze können die Kosten für Strom um ein Drittel verringert werden (364 Euro p.a. in Mannheim).

Etwas teurer sind Ökostrom-Tarife mit einem TÜV- oder OK Power-Siegel. Bei diesen Zertifikaten sparen Verbraucher aber immerhin noch durchschnittlich knapp 170 Euro im Jahr. In Mainz ist eine Ersparnis von über 282 Euro pro Jahr (22 Prozent) möglich.

Ökostrom: Siegel zertifizieren die Qualität

Ökostrom bezeichnet jegliche Art von Strom, die auf ökologisch vertretbare Weise hergestellt wird, d.h. aus regenerativen Ressourcen stammt oder die Herstellung des ökologischen Stroms fördert. Dazu zählen zum Beispiel Wind- und Wasserkraft, Sonnenenergie, Erdwärme (Geothermie) und die Verbrennung von nachwachsenden Rohstoffen und organischen Abfällen (Biomasse).

Wie hoch der Anteil ökologischen Stroms an einem Ökostrom-Tarif tatsächlich ist, weisen verschiedene Siegel aus. Um das Label „Öko-Strom (regenerativ)“ der Landesgewerbeanstalt Bayern zu erhalten, muss Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammen.

Ein TÜV Zertifikat zeigt an, dass Strom mindestens zu 50 Prozent aus regenerativer Energie besteht und der Rest aus umweltfreundlichen Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen wird.

Noch strenger werden Produkte bei EcoTopTen, einem Projekt des Öko-Instituts e.V., bewertet: Hier müssen Stromanbieter neben den ökologischen Kriterien (min. 50 Prozent regenerativ, der Rest aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen) auch Vorgaben bezüglich Vertragsbedingungen, Preis und Serviceangeboten erfüllen.

Das OK Power-Siegel von Energie Vision e.V. (gegründet von WWF, Ökoinstitut e.V. und der Verbraucherzentrale NRW) garantiert, dass der Bezug des zertifizierten Ökostroms zur Ausweitung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien beiträgt.

Bei sogenannten RECS-Zertifikaten (Renewable Energy Certificate System) handelt es sich um eine Umetikettierung von konventionellem Strom in Ökostrom, durch den der Ausbau regenerativer Energien in Europa gefördert werden soll.

Hinweis: Die komplette Studie zu den Ökostrom-Tarifen in den 50 größten Städten Deutschlands finden Sie hier.

(eko)

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