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Ökostrom entlastet die Umwelt und den Geldbeutel

13.11.2009 - 11:44

Die Wahl eines Ökostromtarifs schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die Haushaltskasse. Verbraucher können im Jahr bis zu 240 Euro sparen, wenn sie sich anstatt für ihren Grundversorger für einen Ökostromtarif entscheiden.

Ökostrom günstiger als Grundversorgungstarife

Das Umweltbewusstsein der Bevölkerung steigt und die meisten Deutschen würden gerne ihren Teil zum Umweltschutz beitragen. Doch die wenigsten wollen dafür tiefer in die Tasche greifen. Das müssen sie auch nicht, denn eine Gegenüberstellung der Grundversorgungstarife mit den günstigsten Ökostromtarifen in den zehn größten deutschen Städten zeigt, dass die Ökotarife sogar die günstigere Wahl sind.

Verbraucher, die sich in Stuttgart anstatt für den Grundversorger EnBW VSG für den envacon Energy Natur II Tarif entscheiden, sparen bei einem Verbrauch von 5.000 kWh jährlich 238 Euro. In München ergibt sich ein Sparpotenzial von immerhin 213 Euro. So können Verbraucher der Umwelt etwas Gutes tun und gleichzeitig sparen.

Tabelle: Die günstigsten Ökostrom-Tarife in den 10 größten Städten

Ökostrom – Was ist das?

Ökostrom wird aus regenerativen Ressourcen gewonnen – in Deutschland hauptsächlich aus Wind- und Wasserkraft. Aber auch mit Hilfe von Sonnenenergie, Erdwärme (Geothermie) und durch die Verbrennung von organischen Abfällen und nachwachsenden Rohstoffen kann Ökostrom erzeugt werden. Bei der Produktion von sogenanntem „grünen“ Strom entsteht wesentlich weniger CO² als beispielsweise bei Atomstrom. Dadurch wird der Treibhauseffekt reduziert.

Umweltbewusste Verbraucher, die einen Ökostromtarif wählen, dürfen aber nicht davon ausgehen, dass bei ihnen nur regenerative Energie aus der Steckdose kommt. Alle Haushalte in Deutschland werden mit Strom aus einem gemeinsamen Netz versorgt, in das alle Hersteller ihren Strom einspeisen. Somit bezieht jeder Verbraucher den gleichen Mix aus konventionellem und grünem Strom. Die Wahl eines Ökostromtarifs trägt aber dazu bei, den Anteil an regenerativer Energie im Verteilernetz zu erhöhen und damit für einen insgesamt umweltfreundlicheren Strommix in Deutschland zu sorgen.

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom

Strom muss nicht immer zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammen, um sich Ökostrom nennen zu dürfen. Über die Zusammensetzung des Stroms geben Gütesiegel Auskunft.
  • Die Landesgewerbeanstalt Bayern vergibt das Siegel „Öko-Strom (regenerativ)“ für Strom, der zu 100 Prozent aus regenerativen Ressourcen gewonnen wird. Das Label „Öko-Strom (effektiv)“ zeigt an, dass es sich um einen Mix aus 25 Prozent Strom aus erneuerbaren Ressourcen und 75 Prozent aus umweltfreundlichen Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung handelt.
  • Ökostrom, der ein TÜV-Siegel erhält, muss zu mindestens 50 Prozent aus regenerativen Energiequellen stammen, der Rest ebenfalls aus Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung.
  • Das OK Power-Siegel von Energie Vision e.V. (gegründet von WWF Deutschland, Ökoinstitut e.V. und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) sowie das Grüner Strom Label (GSL) garantieren, dass ein Teil der Einnahmen aus den Ökostromtarifen in den Bau neuer Ökostromkraftwerke investiert wird.
  • RECS-Zertifikate (Renewable Energy Certificate System) werden für eine bestimmte Menge (1 mWh) an produziertem Ökostrom an Stromerzeuger vergeben, die diese an Hersteller von konventionellem Strom weiterverkaufen dürfen. Zwar gibt das Zertifikat aus diesem Grund keine direkte Auskunft über die Stromqualität eines Anbieters, dennoch trägt das System zur Förderung regenerativer Energie bei: Ist die Nachfrage an RECS-zertifiziertem Ökostrom größer als die derzeit verfügbare Menge (aufgrund von gestiegener Nachfrage oder Verknappung der Zertifikate), steigt ihr Preis.  Anbieter von konventionellem Strom bekommen dadurch einen Anreiz, selbst verstärkt auf die Produktion von Ökostrom zu setzen, anstatt die teuren Zertifikate zu erwerben.

Ein Vergleich zeigt Sparpotenzial

Vergleichsportale im Internet erleichtern umweltbewussten Verbrauchern die Recherche nach verfügbaren Ökostromanbietern sowie deren Preisen. Nach Eingabe der Postleitzahl und des Jahresverbrauchs zeigt der Vergleichsrechner  die günstigsten Tarife sowie das Sparpotenzial gegenüber dem Grundversorgungstarif an. Umweltschutz wird also belohnt – mit bis zu 240 Euro Einsparung im Jahr.

(kb)

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