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Nachtstrom: Ein Anbieterwechsel ist oft ausgeschlossen

06.09.2010 - 22:28

In Deutschland nutzen noch immer zwei Millionen Menschen Nachtstrom, um ihre Eigenheime zu heizen.  Bei dieser inzwischen veralteten Heizungsmethode handelt es sich um die Abnahme des Stromüberschusses, der in der Nacht in den Kraftwerken produziert wird und sonst keine Abnehmer finden würde.

Subventionen des Staates, vor allem in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, machten den Nachtstrom attraktiv im Vergleich zur teuren Kohle- und Ölversorgung und trugen so ihren Teil zur Verbreitung des Nachtstromes bei.

Doch die Zeiten haben sich geändert und durch den steigenden Strompreis sind die Nachtstromtarife inzwischen um einiges teurer als die alternative Versorgung durch Öl oder Gas. Die Möglichkeit, den Nachtstromtarif zu wechseln und somit Geld zu sparen, ist für die meisten Kunden so gut wie ausgeschlossen, da überregionale Stromanbieter den preiswerten Nachtstrom kaum in ihrem Angebot haben, erklärt Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen auf Focus Online. Das Problem in der Versorgung durch Nachtstrom liegt vor allem in den hohen Durchleitgebühren, die den Vertrieb für die Anbieter nicht rentabel machen.

Laut Fokus Online soll ein Großteil der Nachtspeicherheizungen bis 2020 ausgesondert werden, da sich diese sowohl für die Anbieter als auch für die Verbraucher nicht rechnen. Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Nebeneffekt ist die hohe CO2 Belastung der Umwelt durch die Nachtspeicherheizungen.

Wer über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sollte am besten so bald wie möglich auf ein anderes Heizsystem umrüsten.

(cg)

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