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KWK: Dezentrales Blockheizkraftwerk soll bei Vattenfall und RWE Erneuerbare Energien ergänzen

17.12.2010 - 11:56

Ein dezentrales Blockheizkraftwerk und ein Pufferspeicher - mit solchen Anlagen wollen jetzt auch Vattenfall und RWE die schwankenden Erneuerbaren Energien ausgleichen. Beide Unternehmen haben am Donnerstag entsprechende Konzepte vorgestellt. Virtuelles Kraftwerk nennt Vattenfall die Technik, bei RWE heißt das Prinzip Mikro-KWK.

Lichtblick hat es vorgemacht. ZuhauseKraftwerk heißt das Konzept des Hamburger Ökostromanbieters, das in Kooperation mit Volkswagen umgesetzt wird. Die Idee: Dezentrale Gas-Blockheizkraftwerke sollen Mehrfamilienhäuser mit Wärme versorgen. Ihr Strom soll – zentral von Lichtblick gesteuert – Schwankungen bei Wind- und Solarstrom ausgleichen. Mit Wasser gefüllte Pufferspeicher sorgen dafür, dass immer genug Wärme da ist, auch wenn gerade kein Strom benötigt wird.

Vattenfall und RWE setzen jetzt auf ein ähnliches Prinzip. Die ersten Anlagen des Virtuellen Kraftwerks von Vattenfall sind in Hamburg bereits in Betrieb, wie der Stromanbieter jetzt mitteilte. Langfristig sollen sich jeder Betreiber eines Blockheizkraftwerks am Virtuellen Kraftwerk beteiligen können. Die Anlagen sollen dann ferngesteuert immer dann Strom liefern, wenn er im Netz gerade gebraucht wird. Vattenfall geht zudem einen Schritt weiter als Lichtblick und bindet auch Wärmepumpen in sein Virtuelles Kraftwerk ein. Sie sollen immer dann Strom verbrauchen und Wärme in Pufferspeicher einspeisen, wenn Stromüberschuss herrscht, zum Beispiel bei Starkwind.

RWE hat den Start seines Konzeptes für Mitte 2011 angekündigt. Wie Lichtblick setzen die Essener auf eigens konzipierte Anlagen, die zusammen mit dem Heizungsbauer Vaillant entwickelt wurden. Auch das RWE-Konzept setzt auf dezentrale Anlagen, die nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Prinzip Heizenergie und Strom erzeugen sollen und langfristig zu einem intelligenten Verbund zusammengeschaltet werden sollen. Die Mikro-KWK-Anlagen sollen ebenfalls zusätzlich bei Stromüberschuss Energie aus dem Netz entnehmen und als Wärme speichern können. Vorgesehen ist bei RWE allerdings keine Wärmepumpe, sondern ein elektrischer Heizstab im Pufferspeicher – im Prinzip also ein guter, alter Boiler.

(mb)

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