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Von AC/DC bis Zitteraal ─ kuriose Strom-Fakten

05.08.2016 - 14:16

Was ist der Stromkrieg? Wie viel Volt erzeugt der Zitteraal? Diese und andere Fragen beantworten wir in unserem Kuriositätenkabinett des Stroms.
 

Stromkrieg

Der sogenannte Stromkrieg (engl. War of Currents) war ein Streit zwischen den beiden Erfindern Thomas Edison und George Westinghouse, der sich um 1890 entfachte. Dabei ging es darum, ob die von Edison bevorzugte Gleichspannung oder die von Westinghouse beworbene Wechselspannung die geeignete Technik für eine flächendeckende Stromversorgung sei. Durchsetzen konnte sich am Ende Westinghouse. Sein patentiertes Wechselspannungssystem konnte er sogar 1893 auf der Weltausstellung in Chicago präsentieren. Der Stromkrieg war weltweit der erste Formatkrieg, eine wirtschaftliche Auseinandersetzung um technische Standards oder Patente.
 
Wissenswertes über Strom
      Vor über 100 Jahren fuhren die ersten Elektroautos.

Elektroautos keine Erfindung der Neuzeit

Ein weiterer Formatkrieg ereignete sich um 1910 zwischen Elektroautos und Benzinern. Denn entgegen der landläufigen Meinung wurden strombetriebene Autos nicht in der Neuzeit, sondern schon vor über 100 Jahren erfunden. Doch da man damals mit einer Batterieladung nur 50 bis 80 Kilometer weit kam und die Benzin- und Dieselpreise immer erschwinglicher wurden, verschwanden die ersten Stromautos wieder von der Straße.
 

Grüner Strom mal anders

Weltweit versuchen Forscherteams derzeit, Strom aus Pflanzen zu erzeugen. In den Niederlanden werden derzeit zum Beispiel mikrobielle Brennstoffzellen entwickelt. In ersten Versuchen haben es die Niederländer geschafft, mit einer etwa 15 m² großen Grünfläche einen Laptop aufzuladen. Ziel der Wissenschaftler ist es, dass begrünte Häuser mit dieser Technologie eigenen Strom erzeugen können. Bisher gelangen die Versuche nur mit Wasserpflanzen, unabhängig von Wasserqualität und Pflanzenart. Da die Stromerzeugung auch in Reisfeldern funktioniert, könnte die Erfindung gerade in Entwicklungsländern helfen, gleichzeitig Strom und Nahrung zu produzieren.
 

Elektrofische

Zitteraale und Zitterrochen gehören zu den sogenannten Elektrofischen. Sie besitzen einen zusätzlichen Elektrosinn, mit dem sie elektrische Spannung erzeugen können. Die Elektrozythen, abgewandelte Muskelzellen, liegen direkt unter der Haut der Fische. Mit diesen speziellen Zellen können die Meeresbewohner ein elektrisches Feld um ihren Körper bilden. Sie nutzen sie, um Beute oder Fressfeinde zu betäuben beziehungsweise zu töten. Bei den meisten Elektrofischen ist diese Spannung nur wenige Volt hoch. Nur einige Arten, wie etwa der südamerikanische Zitteraal, können mit ihren Stromschocks sogar dem Menschen gefährlich werden. Der 2,50 Meter lange Aal besitzt bis zu 6000 Elektrozythen, die bis zu 600 Volt erzeugen können. Zum Vergleich: Eine Steckdose hat eine elektrische Spannung von 230 Volt.
 

Strom rockt

Der Name der australischen Rockband AC/DC ist die englische Abkürzung für Wechselstrom/Gleichstrom (engl. Alternating Current/Direct Current). Die Schwester des Lead-Gitarristen Angus Young soll die Abkürzung auf ihrer Nähmaschine entdeckt und als Bandnamen vorgeschlagen haben.
 

Strampeln für Strom

Ein Mann tritt in die Pedale eines Fitnessbikes und bringt damit eine Glühbirne zum Leuchten ─ eine Szene, die oft als Werbegag verwendet wird, ist in einem Berliner Fitnessstudie Realität. Seit 2009 können Fitnessbegeisterte im Green Gym Berlin ihren eigenen Strom erzeugen. Die Sportgeräte sind über einen Spannungswandler ans Stromnetz angeschlossen. Wer jetzt denkt, die Idee könnte auch zu Hause funktionieren, wird leider enttäuscht. Eine Stunde auf dem Crosstrainer strampeln reicht lediglich dazu aus, um eine Stunde lang zwei Glühbirnen zu erleuchten. Die eigene Stromrechnung lässt sich dadurch also leider nicht minimieren.
Wer ganz ohne Strampeln seine Stromkosten reduzieren möchte, sollte einen Stromvergleich machen und bis zu 500 Euro pro Jahr sparen.

(sst)
 

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