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Heizen mit Ökostrom

18.02.2016 - 16:54

Mit Strom heizen? Das geht doch nur mit Nachtspeicherheizungen und kostet viel Geld und Energie, oder? Das stimmt nur zum Teil, denn neue Heizungssysteme in Kombination mit Ökostrom schonen Umwelt und Geldbörse.

Besonders für Hausbesitzer, die alte Nachtspeicheröfen nutzen, kann der Einbau moderner Stromheizungen lohnender sein als der Umstieg auf eine Öl- und Gasheizung. Wir stellen Alternativen vor.

Optimale Kombi: Stromheizung und PV-Anlage

Infrarotheizung

Infrarotheizungen zählen zu den Elektroheizungen, die Wärme direkt abgeben, sobald sie an Strom angeschlossen sind. Ein Raum kann also ohne Zeitverzögerung beheizt werden, immer dann wenn Wärme gebraucht wird. Die Heizsysteme lohnen sich nur in gut gedämmten Gebäuden, da weniger Wärme durch undichte Fenster und Türen entweicht. Einen kompletten Altbau mit Infrarotwärme zu beheizen, kann die Stromrechnung in die Höhe treiben. Doch in Neubauten oder Passivhäusern stellen sie durch ihre geringen Installations- und Wartungskosten eine günstige Alternative zu Öl- oder Gasheizungen dar. Zudem weisen sie eine lange Lebensdauer auf, es besteht keine Brandgefahr und sie können umweltschonend mit einer Photovoltaikanlage oder einem Mini-BHKW kombiniert werden.

Heizung als Dekoelement

Ein weiterer Vorteil der Infrarotheizungen ist, dass sie in verschiedenen Designs angeboten werden. Mit Schieferoberflächen können sie als beschreibbare Tafel genutzt werden. Wer die Tafelheizung in der Küche anbringt, kann hier bequem seine Einkaufsliste notieren. Im Kinderzimmer können sich sie Kleinen darauf austoben. Mit verspiegelten Flächen eignen sie sich die Heizelemente hervorragend für Badezimmer oder Flur. Im Wohnzimmer können die Elemente mit Bildmotiv gewählt werden. Die Bildauswahl geht von Echtfotos bis Van Gogh-Reproduktionen. Manche Hersteller bieten auch eine Personalisierung an, etwa mit eigenen Fotos. So sorgt die Heizung nicht nur für Wärme, sondern dient gleichzeitig als individuelle Wohnungsdekoration.

Flächenspeicherheizung

Eine Flächenspeicherheizung hat einen Speicherkern aus Speckstein oder Schamotte und ähnelt von außen einem normalen Heizkörper. Der Speicher nimmt Energie auf und gibt sie über die Stahlblech-Heizrippen wieder ab. Ein Raum kann binnen einer halben Stunde beheizt werden. Diese Heizungsart eignet sich besonders für den sporadischen Einsatz in Räumen, die nicht täglich genutzt werden oder in Ferienhäusern. Da sie im Gegensatz zu Nachtspeicherheizungen kein Gebläse haben und somit kein Staub aufgewirbelt wird, können auch Allergiker von dieser Heizung profitieren. Zudem sind die Anschaffungskosten sehr gering und sie können durch Rollen an verschiedenen Orten platziert werden. So können die Heizkörper auch bei einem Umzug mitgenommen werden.

Mit Ökostrom kombinieren

Wer mit Strom heizt und die Umwelt schonen möchte, sollte auf jeden Fall auf Ökostrom umsteigen, so bleiben Kosten und CO2-Ausstoß gering. Viele Stromversorger bieten mittlerweile günstige Ökostromtarife an. Hausbesitzer können zudem mit Solaranlagen eigenen Strom erzeugen und so ihre Rechnung noch mehr reduzieren.

(sst)
 

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