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Abschied von der Glühbirne: künftig mehr Energie sparen

31.08.2012 - 18:15

Fans der herkömmlichen Glühbirne müssen jetzt stark sein:  ab September dürfen auch die Lampen mit einer Leistung von unter 40 Watt nicht mehr in den Handel gebracht werden. Die Energiesparlampe bleibt weiterhin eine ungeliebte Alternative. Dabei wird ihr Potential verkannt.

Das stiefmütterliche Verhältnis der Deutschen zur Energiesparlampe liegt wohl vor allem darin, dass das Licht nicht so gemütlich wirkt. Außerdem sind sie in der Anschaffung deutlich teurer, als die herkömmlichen Leuchtmittel. Dafür sparen die Haushalte beim Verbrauch – das scheint Vielen aber nicht so klar zu sein. Denn eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid in Zusammenarbeit mit Lightcycle hat ergeben: nur 20 Prozent der Verbraucher in Deutschland wissen, dass sie sogar bis zu 80 Prozent an Energie einsparen. Etwa 41 Prozent schätzen das Einsparpotential etwa bei 30 Prozent des Stromanteils ein.

Noch nicht alle Deutschen entsorgen fachgerecht

Dafür herrscht in Deutschland ein Pflichtbewusstsein hinsichtlich der Entsorgung: Wie schon im Vorjahr wussten mehr als zwei Drittel der Befragten, dass die Sparlampen nicht in den Haushaltsmüll gehören. Jedoch nur die Hälfte der Befragten gab an, sie nach dem Gebrauch zu einer Sammelstelle für eine fachgerechte Entsorgung zu bringen. Dabei bieten sich inzwischen dafür sehr viele Möglichkeiten, denn neben den Wertstoffhöfen nehmen auch immer mehr Drogerie-, Bau- und Supermärkte die quecksilberhaltigen Lampen zurück.

Die Abschaffung der herkömmlichen Glühlampe wurde 2008 im Rahmen von neuen klimapolitischen Zielen beschlossen, um den Energieverbrauch in Deutschland zu senken. Ganz verboten wird sie noch nicht, aber es tritt Stufe Vier der „Ausstiegsverordnung“ in Kraft. Demnach dürfen nur noch Lampen mit weniger als 10 Watt in den Handel gelangen dürfen. Ausschließlich  Leuchtmittel, die den Energieklassen A, B oder C entsprechen, sind noch käuflich zu erwerben - also Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, Halogenlampen (mit "mittlerer Effizienz") und LED-Lampen.

Die Online-Ausgabe der Tagesschau bezeichnet den sogenannten „Glühlampenausstieg“ als eine der unpopulärsten Entscheidungen der EU. Er sei zudem absurd, wird Medienjournalist Dietrich Leder zitiert, da Fahrzeugbesitzer weiterhin "ihre überdimensionierten Kraftwagen sinnlos durch die Gegend bewegen" dürften. Oft kritisiert ist auch, dass durch fehlendes Recycling-Verhalten mehr Quecksilber in die Umwelt gelangen würde.

Eigener Klimabeitrag

Hier ist also nach wie vor Aufklärungsarbeit möglich und sogar notwendig. Belohnt werden der Einsatz der neuen Energiesparlampen und das richtige Recycling durch eine niedrigere Stromrechnung und durch das gute Gefühl, einen eigenen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs in Deutschland geleistet zu haben. Wem diese Einsparung noch nicht genug ist, der könnte auch über einen Stromanbieterwechsel nachdenken. Es ist ganz einfach: Einfach vergleichen und den passenden Stromversorger auswählen. Über diese Maßnahme kann etwa ein Vier-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 5000 Kilowattstunden im Jahr bis zu 500 Euro einsparen.

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