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Energieversorger beurteilen Pläne zu eMobility skeptisch

18.11.2010 - 15:25

Die deutschen Energieversorger halten die Pläne der Bundesregierung im Bereich eMobility für nicht erreichbar. Als Gründe führen sie vor allem fehlende Standards und die nicht ausreichende Netzinfrastruktur an, wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht. Nach den Regierungsplänen sollen bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein.

Es sind ambitionierte Zukunftspläne, die sich die Politik gesetzt hat. Schon in knapp zehn Jahren sollen eine Million Autos mit Strom fahren. Die eMobility soll für sauberere Luft sorgen und das Klima schonen helfen. Die Mehrheit der Stromanbieter ist aber skeptisch. Die Managementberatung Horvath und Partners hat die Führungskräfte von 58 Energieversorgern befragt. Drei Viertel von ihnen glauben nicht, dass das Ziel noch erreicht werden kann - sie rechnen deshalb in den nächsten Jahren auch nicht mit zusätzlichen Absatzpotentialen für ihren Strom.

Als Grund nennen rund 80 Prozent der Manager fehlende Standards für Ladeverfahren und den Datenaustausch mit den Fahrzeugen. Die Hälfte der Befragten hält außerdem die bestehende Netzinfrastruktur für nicht ausreichend. Um ihren ambitionierten Ziele im Bereich eMobility näherzukommen, müsse die Bundesregierung deshalb handeln und die Rahmenbedingungen für den Ausbau intelligenter Netze gestalten. Zudem müsse sie die Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen, so das Fazit der Studie.

Untätig sind die Energieversorger trotz ihrer Skepsis aber nicht - sie wollen bei der eMobility das Feld nicht der Konkurrenz überlassen. Fast alle größeren Unternehmen arbeiten laut der Studie bereits am Aufbau von Ladestationen und Stromtankstellen oder haben zumindest die Pläne in der Schublade liegen. Denn grundsätzlich sehen sie in der eMobility durchaus ein Geschäftsfeld der Zukunft.

(mb)

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