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EEG-Umlage 2016 steigt ─ Strompreiserhöhung möglich

16.10.2015 - 09:21

Wie die Netzbetreiber am 15. Oktober bekannt gaben, wird die EEG-Umlage 2016 von derzeit 6,17 Cent pro Kilowattstunde auf 6,35 Cent ansteigen. Was der Anstieg für Stromkunden bedeutet und wie Sie trotz Preiserhöhungen sparen können, erfahren Sie hier.

Mit der EEG-Umlage wird die Energiewende finanziert. Einer der Gründe für die Erhöhung der Abgabe ist der kostspielige Ausbau der Offshore-Windanlagen. Da die Umlage Teil des Strompreises ist, werden im kommenden Jahr auch wieder höhere Kosten auf die Verbraucher zukommen. So werden deutsche Haushalte 2016 rund 280 Millionen Euro (inkl. MwSt.) mehr für Strom zahlen müssen als noch 2015.
 

Offshore-Winkraft - Anstieg der EEG-Umlage
Der Ausbau der Offshore-Windkraft ist ein Grund für die Erhöhung der EEG-Umlage.

Warum sich die Ökostrom-Umlage wieder erhöht

So bringt der Ausbau der Windkraft auf See teure Baumaßnahmen mit sich. Um etwa den Strom zum Land zu transportieren, müssen neue Netze erschlossen werden.
Gleichzeitig war 2015 ein sehr sonnenreiches Jahr, somit wurde sehr viel Ökostrom aus Photovoltaikanlagen eingespeist. Die Anlagenbetreiber erhielten dementsprechend hohe Vergütungen für die produzierte Sonnenenergie, die über die Umlage bezahlt werden.
Das von den Netzbetreibern geführte EEG- Konto, aus dem diese Einspeisevergütungen gezahlt werden, schmolz so von 5 Milliarden Euro zu Jahresbeginn auf aktuell 2,5 Milliarden Euro.

Tiefer Börsenstrompreis – Hohe Umlage

Mit der EEG-Umlage wird den Stromerzeugern die Differenz zum Börsenstrompreis vergütet. Da sich die Börsenpreise für Strom derzeit im Keller befinden, muss sich die Ökostrom-Umlage dementsprechend wieder erhöhen.

Warum wird Strom nicht günstiger, wenn der Börsenpreis sinkt?

Verbraucherschützer werfen den Stromversorgern schon seit längerer Zeit vor, dass sie die niedrigen Börsenpreise nicht an ihre Kunden weitergeben. Aus Sicht der Verbraucherschützer könnten die Energieanbieter durch ihre besseren Einkaufsbedingungen und den damit verbundenen Einsparungen die EEG-Umlage zumindest teilweise auffangen.

Erhöhung der Strompreise wahrscheinlich

Dennoch rechnen Energieexperten wie etwa der Think Tank Agora Energiewende damit, dass die Erhöhung der EEG-Umlage auch die Verbraucher treffen wird. So werden womöglich viele Versorger zum Herbst ihre Preise anziehen.

Nutzen Sie Ihr Sonderkündigungsrecht

Wenn Sie von einer Preiserhöhung betroffen sind, sollten Sie Ihr Sonderkündigungsrecht nutzen. Sobald Ihr Anbieter Ihnen die Erhöhung schriftlich mitgeteilt hat, können Sie Ihren Vertrag auch während der Laufzeit beenden. Manche Stromanbieter schränken das Sonderkündigungsrecht in ihren AGB jedoch ein, etwa wenn die Preiserhöhung durch erhöhte Steuern oder Abgaben zustande kommt.

Mit dem Stromanbieterwechsel der Preiserhöhung trotzen

Wenn Sie Ihre Stromkosten nachhaltig reduzieren möchten, sollten Sie Ihren Stromanbieter wechseln. So kann beispielsweise eine vierköpfige Familie durch einen Wechsel aus der Grundversorgung im Schnitt 271 Euro jährlich sparen.

(sst)
 

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