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Blackout: Kuriose Geschichten über Stromausfälle

20.01.2016 - 14:41

Plötzlich liegen Straßen und Gebäude komplett im Dunkeln, Trams und U-Bahnen stehen still, kein Strom fließt mehr ─ totaler Blackout. Auch wenn sich die Energieversorgung weltweit stetig verbessert, kommt es immer wieder zu Stromausfällen, die Großstädte wie New York oder ganze griechische Inseln für Stunden lahmlegen. Was kleine Nager damit zu tun haben und weitere interessante Geschichten und Mythen rund um das Thema Stromausfall erfahren Sie bei uns.

Tierische Störenfriede

2008 floss in der albanischen Hauptstadt Tirana ganze 72 Stunden lang kein Strom, weil eine Katze eine Maus jagte und die beiden dabei in ein Hochspannungskabel gerieten. Doch Tom und Jerry aus Albanien sind nicht die einzige tierischen Auslöser. Auch in den USA kommt es immer wieder zu Störungen durch Stromkabel nagende Eichhörnchen oder Vögel, die sich in den Oberleitungen verfangen. Leider sterben Maus und Co. meistens bei ihren unfreiwilligen Stromsabotagen.

Blackout-Babyboom

Stromausfälle Blackout
Urban-Legend: Steigt die Geburtenrate nach einem Stromausfall?
Im Dunkeln lässt sich gut munkeln. Neun Monate nach größeren Stromausfällen kommt es angeblich zu steigenden Geburtenzahlen. Doch statistisch lässt sich dieses Gerücht nicht belegen. Nach dem Stromausfall in New York im November 1965 berichteten Zeitungen neun Monate später von einem regelrechten Babyboom. Doch später wurden diese Vermutungen als normale statistische Schwankungen widerlegt. Dennoch können sich wohl viele 1966 geborene New Yorker sicher sein, mit was ihre Eltern während des Stromausfalls beschäftigt waren.

Regieren im Dunkeln

Bei Bauarbeiten in Berlin-Mitte beschädigte ein Bagger ein Stromkabel im März 2011 und sorgte so für einen Stromausfall im Bundestag. Neben Computern war auch die Toilettenanlage betroffen. Wie Fraktionsmitarbeiter berichteten kam es damals zu folgender Aussage: „Achtung, hier spricht die Polizei. Wegen des Stromausfalls ist die Benutzung der Toiletten bis auf weiteres zu unterlassen." Weil auch Regierende gewisse Bedürfnisse haben, wurden zahlreiche Mitarbeiter an diesem Tag nach Hause geschickt.

Hackerangriff sorgt für Dunkelheit

Während die meisten Stromausfälle durch physische Einwirkungen verursacht werden, wurde 2015 in der Ukraine das Stromnetz vermutlich erstmals von Cyberkriminellen lahmgelegt. So mussten am 23. Dezember 700.000 Haushalte stundenlang ohne Elektrizität auskommen. Hacker hatten sich mit einer Schadsoftware in das Steuersystem der Stromversorgung eingeschlichen und so für den Blackout gesorgt.

Stromversorgung in Deutschland fast störungsfrei

In deutschen Städten kam es in den letzten Jahren kaum mehr zu größeren Ausfällen. Im Jahr 2014 betrug die durchschnittliche Unterbrechungsdauer der Stromversorgung nur knappe 12 Minuten. Im Jahr 2013 waren es noch gut 15 Minuten in denen deutsche Haushalte ohne Strom waren. Die Stromlieferung ist also sehr zuverlässig und sicher. Auch bei einem Stromanbieterwechsel muss niemand einen Stromausfall fürchten. Der Strom fließt wie gewohnt weiter, nur der Name des Anbieters ändert sich und der Preis auf der Rechnung ist deutlich niedriger.

(sst)
 

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