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Anstieg der Stromsperren: Nicht warten bis der Strom abgestellt wird

26.11.2014 - 17:00

Die Zahl der Haushalte in Deutschland, denen der Strom abgestellt wird, ist 2013 weiter angestiegen. Während 2012 noch etwa 322.000 Haushalte auf Strom verzichten mussten, waren es im vergangenen Jahr fast 345.000, die ihre Stromrechnungen nicht mehr begleichen konnten. Zu einer solch drastischen Maßnahme dürfen die Stromversorger jedoch nicht leichtfertig greifen - der Gesetzgeber hat hier strenge Regelungen getroffen. Wer mit den monatlichen Abschlägen Probleme hat, sollte nicht den Kopf in den Sand stecken. Hier heißt es: mit dem Versorger in Kontakt treten.

Wenn Dienstleister für eine erbrachte Leistung kein Geld erhält, wird er mahnen und versuchen, die ausstehende Summe irgendwie zu erhalten. Das wird in anderen Bereichen auch so akzeptiert. Nur bei der Stromversorgung ist das Thema natürlich heikel, weil Strom schließlich zum alltäglichen Leben benötigt wird und selbst bei sparsamsten Verhalten irgendwie bezahlt werden muss.

Ohne Strom leben – kaum möglich

Wer einmal einen Stromausfall erlebt hat, bemerkt ziemlich schnell, wie stark alltägliche Gewohnheiten plötzlich gestört werden. Sei es der Kaffee am Morgen, der ausfallen muss, die Nachrichtensendung, die nicht mehr geschaut, beziehungsweise im Radio verfolgt werden kann (wenn nicht gerade ein batteriebetriebenes Gerät in der Nähe ist) oder aber die Ausfahrt aus der Tiefgarage, die plötzlich in vielen Häusern nicht mehr möglich ist. Dieser Zustand ist für ein paar Stunden noch ohne größere Schwierigkeiten zu ertragen – doch dauerhaft ohne Strom leben? Nein, das möchte freiwillig wohl kaum jemand.

Gesetzliche Voraussetzungen für Stromsperre

Der Gesetzgeber hat in der Strom-Grundversorgungsverordnung (StromGVV) festgelegt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, bevor die Stromzufuhr tatsächlich gestoppt werden darf. Unter anderem darf erst bei ausstehenden Beträgen von mehr als 100 Euro eine Sperre in Erwägung gezogen werden. Außerdem muss die Maßnahme vier Wochen zuvor angedroht werden. Wenn sich der Kunde dann noch immer nicht rührt oder Zahlungswillen zeigt, muss die Sperre drei Werktage vor der Maßnahme angekündigt werden. Meldet sich der Kunde dann noch immer nicht, darf erst die Stromversorgung gekappt werden. Und das auch nur so lange, bis der Kunde die Rechnung beglichen hat.

Steigende Strompreise – Nach günstigem Tarif suchen

Für die mehr als 300.000 Haushalte, die im vergangenen Jahr von einer Stromsperre betroffen waren, ist es mit Sicherheit keine Situation gewesen, die sie leichtfertig riskiert haben. Doch wer sich mit seinem Versorger in Verbindung setzt und eine Vereinbarung zur Tilgung der Schulden trifft, an dem geht dieser Kelch in der Regel auch vorbei. Kooperationsbereitschaft kann sich hier also auszahlen.

Ein großes Problem sind dabei natürlich für Viele auch die steigenden Strompreise, die seit Jahren immer stärker auf die Haushaltskasse schlagen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Haushalte noch in der Grundversorgung sind – was in der Regel die teuersten Stromtarife sind, die der größte örtliche Stromanbieter im Angebot hat. Dort landen zunächst automatisch alle Haushalte, wenn sie sich nicht selbst einen Stromanbieter suchen.  Ein Wechsel des Stromanbieters ist dank des Internets heutzutage online in der Regel schnell durchgeführt und kostenlos. Probieren Sie es gleich aus.

(rfi)

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