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Energiesparinitiative: Netter Versuch, Herr Altmaier!

10.10.2012 - 17:00

Nun ist es vollbracht – Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat die ultimative Lösung für steigende Strompreise parat: Strom sparen. Diesen Vorschlag hat er gestern am grünen Tisch mit Wirtschafts- und Verbraucherschutzvertretern erarbeitet. Jeder Haushalt, der sich die steigenden Strompreise nicht mehr leisten kann, soll individuell beraten werden, damit die Einsparungen die Stromrechnung nicht ganz so arg ansteigen lassen.

Die Idee wirkt jedoch etwas hilflos angesichts der steigenden Preise. Wenn am kommenden Montag die Höhe der EEG-Umlage für 2013 bekannt wird, wissen die Stromkunden endlich, wie viel sie ab Januar für die Energiewende zusätzlich zahlen müssen. Laut aktueller Prognosen der Bundesnetzagentur, wird sie von derzeit 3,59 Cent auf etwa 5,4 Cent pro Kilowattstunde (kWh) ansteigen. Dies bedeutet eine Preissteigerung von fast 50 Prozent.

Sparpotenzial in den eigenen vier Wänden

Energiesparberatungen sind prinzipiell eine feine Sache. Viele Verbraucher wissen oftmals nicht, wo sie im Haushalt noch Energie einsparen können. Doch Umweltminister Altmaier erhofft sich, wie in Medienberichten zu erfahren war, dass bis zu 30 Prozent weniger Energie in deutschen Haushalten verbraucht werden kann, wenn sich diese individuell beraten lassen. Wenn dieses Potenzial  tatsächlich abgerufen wird, könnte ein Vier-Personen-Haushalt seinen Verbrauch von durchschnittlich 5.000 kWh auf etwa 3.500 kWh senken.

Von einer künftigen EEG-Umlage von lediglich 5 Cent pro kWh ausgehend, würde dieser Haushalt anstatt 298 Euro (brutto), in 2013 immer noch etwa 208 Euro pro Jahr, inklusive Mehrwertsteuer, allein für die Ökostrom-Umlage ausgeben. Derzeit zahlt ein Vier-Personen-Haushalt (ohne Sparberatung) mit einem Durchschnittsverbrauch von 5.000 kWh etwa 214 Euro (brutto) für die Förderung der Erneuerbaren.

Die Erhöhung der EEG-Umlage kann nur in diesem bestmöglichen Fall gerade einmal ausgeglichen werden. Dafür wäre – neben möglichen Kosten für die Beratung selbst – jedoch ein Umstieg auf Energiesparmodelle bei den gängigen Haushaltsgeräten, wie Waschmaschine und Herd, sowie bei Fernseher und anderem Entertainment-Equipment nötig. Es fallen demnach gleichzeitig Investitionskosten für neue Geräte an – und der Staat würde dafür noch Mehrwertsteuer kassieren.

Kostenlose Energiesparratgeber mit Anbieterwechsel kombinieren

Viele Verbraucherschutzverbände bieten schon seit Längerem Beratungen an. Und auch auf CHECK24 kann der eigene Verbrauch überprüft werden – kostenlos und unverbindlich. Das Sparpotenzial für die eigene Stromrechnung wird durch einen Anbieterwechsel noch weiter gesteigert. Besonders ein Wechsel zu einem Tarif mit einer Netto-Preisgarantie hat den Vorteil, dass weitere Preiserhöhungen (mit Ausnahme der Mehrwertsteuer) ausgeschlossen sind. Ein Vergleich der Strompreise lohnt sich also zusätzlich.

Besondere Kennzeichnung neuer Tarife

CHECK24 hebt ab Bekanntgabe der neuen EEG-Umlage künftig alle Tarife sichtbar hervor, welche die neue Umlagehöhe bereits eingepreist haben. Damit sehen Verbraucher vor einem Wechsel bereits, wo ihnen nach dem Wechsel keine bösen Überraschungen durch die EEG-Umlage mehr drohen.

(rfi)

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