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30 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe

22.04.2016 - 10:00

Am 26. April jährt sich die Atomkatastrophe von Tschernobyl zum 30. Mal. Die Reaktorexplosion nahe der ukrainischen Stadt Prypjat gilt als das schwerste Unglück in der Geschichte der Kernenergie. Bis heute leiden die Menschen in den belasteten Regionen an den Spätfolgen des schrecklichen Unfalls. Wie ist das Leben rund um das Sperrgebiet heute?
 

Das Ausmaß der Katastrophe

400.000 Menschen verloren durch den nuklearen Unfall ihr Zuhause oder starben an den Folgen der starken Verstrahlung. Bis heute erkranken Bewohner der betroffenen Gebiete an Schilddrüsenkrebs oder Leukämie. Auch Kinder, die weit nach 1986 geboren wurden, leiden an Erbgutschäden und Missbildungen. Die Betroffenen aus den ukrainischen und weißrussischen Gebieten sind oftmals auf die Hilfe von Vereinen und Hilfsorganisationen angewiesen. Die nächstgelegene Stadt Prypjat ist seit dem Reaktorunglück eine Geisterstadt. Zum Unfallzeitpunkt wohnten dort rund 49.000 Menschen, die größtenteils in dem Kernkraftwerk beschäftigt waren. Aufgrund der Kontaminierung wird Prypjat die nächsten 300 Jahre unbewohnbar bleiben.

Tourismus in der Todeszone

30 Jahre Tschernobyl
In dem Sperrgebiet rund um den Reaktor werden mittlerweile geführte Touren angeboten. Jedes Jahr kommen mehr als 10.000 Besucher, um den Unglücksmeiler und die Geisterstadt zu besichtigen. Ein weiteres Highlight der Katastrophentour ist der sogenannte „Rote Wald“, in dem die Bäume aufgrund der Strahlung ihre Farbe änderten. Laut des Ausflugsveranstalters „Chernobyl Tours“ ist die Strahlenbelastung für die Touristen nicht gefährlicher als bei einem herkömmlichen Interkontinentalflug. Bevor die Besucher das Gebiet wieder verlassen, werden sie auf Radioaktivität untersucht. Sind Schuhe oder andere Kleidungsstücke verseucht, müssen sie zurückgelassen werden.

Atomstrom, nein danke?

Obwohl erst im August letzten Jahres in Weißrussland neue Gesetze für den Ausbau erneuerbarer Energien geschaffen wurden, scheint die Stromerzeugung in eine andere Richtung zu gehen. So setzt die weißrussische Regierung erneut auf Atomkraft. Im Grenzgebiet zu Litauen entsteht derzeit ein Kernkraftwerk, das 2018 ans Netz gehen wird. Mit dem Neubau erhofft sich Weißrussland mehr Unabhängigkeit von russischen Stromimporten.

Greenpeace Energy Spendenaktion

Greenpeace Aktion
Greenpeace Energy Aktion

Viele Menschen in der Ukraine und Weißrussland sind bis heute einer permanenten Niedrigstrahlung ausgesetzt. Der Verein „Leben nach Tschernobyl“ unterstützt chronisch erkrankte und behinderte Kinder aus den betroffenen Gebieten. Bis zum 26. April spendet der Ökostromanbieter Greenpeace Energy für jeden Neukunden 30 Euro an die gemeinnützige Einrichtung. Der Verein unterstützt das weißrussische Gesundheitszentrum „Nadeshda“, in dem sich Kinder von der Strahlung erholen können. Schon länger arbeitet Greenpeace Energy mit „Leben nach Tschernobyl e.V.“ zusammen. Wechseln Sie jetzt zu Greenpeace Energy und helfen Sie damit den Kindern von „Nadeshda“.



(sst)

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