0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

10 Jahre EEG: Anteil Erneuerbarer Energien hat sich mehr als verdoppelt

06.04.2010 - 23:06

Vor 10 Jahren, am 01. April 2000 trat das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft. Seitdem stieg laut dem Bundesverbrand der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung von 6,6 auf 16 Prozent.

Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz sind die Energiekonzerne gezwungen, den in Deutschland erzeugten Ökostrom abzunehmen und zu vergüten. Egal ob dieser aus einem Wasserkraftwerk stammt oder aus einer privaten Photovoltaikanlage: das EEG garantiert auch Privatpersonen, dass sie den aus Sonnenenergie gewonnenen Strom gegen eine Vergütung ins allgemeine Netz einspeisen dürfen.

Finanziert wird die Förderung erneuerbarer Energien durch den Strompreis. Derzeit liegt die so genannte EEG-Umlage bei zwei Cent pro Kilowattstunde. Ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 kWh beteiligt sich also mit 100 Euro jährlich an der Förderung von Ökostrom. Laut BDEW betrugen die dadurch entstandenen Mehrkosten allein im Jahr 2009 rund 4,9 Milliarden Euro, für 2010 sei mit Mehrkosten von 8,2 Milliarden Euro zu rechnen.

Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil erneuerbarer Energien von den derzeitigen 16 Prozent bis zum Jahr 2010 auf mindestens 30 Prozent zu erhöhen. Experten rechnen daher mit weiteren Erhöhungen des Strompreises für Privatkunden infolge der EEG-Umlage.

Stromkunden, die sich gegen eine Preiserhöhung infolge gestiegener Steuern oder Abgaben schützen möchten, sollten ihre Vertragsbedingungen genau studieren. Es gibt einige Stromversorger, die Preisgarantien einschließlich aller Steuern und Abgaben aussprechen.

(iw)

Weitere Artikel: