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Geheimtipp im Norden Siziliens - Urlaub auf den Liparischen Inseln

01.05.2014 - 08:00

Von Vulkanen geschaffen, von griechischen Göttern bewohnt, durch Filme berühmt geworden und doch abseits des großen Urlaubstrubels - unweit der sizilianischen Nordküste ragen die Liparischen oder Äolischen Inseln mal mehr, mal weniger markant aus dem Tyrrhenischen Meer. Dabei hat jede der sieben Inseln ihre besonderen Eigenheiten. Sonne, Meer, viel Ruhe und Natur sind Reisenden bei einem Besuch des Archipels aber gewiss.

Ihre verschiedenen Bezeichnungen verdanken die Inseln zum einen dem Gott Äolus, der sich der griechischen Mythologie zufolge hier niederließ, um im Auftrag von Zeus über die Winde zu herrschen. Aber auch die Hauptinsel Lipari fungiert als Namensgeber. Durch die kurze Entfernung von nur 30 bis 80 Kilometern lässt sich eine Reise zu dem Archipel vulkanischen Ursprungs hervorragend mit einem Urlaub auf Sizilien inklusive mehrtägigem Hopping über die Inseln verbinden. So können Urlauber bequem über Palermo oder Catania anreisen, zunächst die Attraktionen der größten Insel des Mittelmeerraums entdecken und im Anschluss eine ganz andere Art des Insellebens erleben.

Die Anreise ist aber auch vom italienischen Festland aus möglich – beispielsweise mit einem Flug nach Lamezia Terme oder Reggio di Calabri. Von dort aus bestehen regelmäßige Fährverbindungen nach Lipari. Besonders schön sind die Inseln, wenn im Frühling Oleander und Kaktusfeigen blühen.

Die große und die grüne: Lipari und Salina

In Lipari legen im Sommer regelmäßig Besucher aus Sizilien und Kalabrien an.
Selbst auf der größten Insel Lipari leben nur etwa 12.000 Menschen dauerhaft. Im Winter ist das gleichnamige Städtchen – der einzige etwas größere Ort der Gruppe – beschaulich und ruhig. In den Sommermonaten wird Lipari zu einem beliebten Ausflugsziel. Im August kann es aufgrund der vielen italienischen Touristen sogar recht voll werden. Besonders freitags und samstags schwingen sich die Sizilianer und Kalabresen in ihre Boote, um das Wochenende in den malerischen Gassen des Städtchens zu verbringen und in Clubs und auf mondänen Terrassen mit traumhaftem Meerblick ausgiebig zu feiern.

 

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Tagsüber können Reisende an einem der zahlreichen schönen Strände entspannen oder sich auf Erkundungstour auf einem der vielen kleinen Pfade begeben. Sie führen zu unzähligen Aussichtspunkten, die einen einzigartigen Blick auf Lipari und die benachbarten Inseln bieten. Neben Überresten einer antiken Therme im Norden der Insel lohnt sich auch ein Besuch der Kathedrale und der Festung im Hauptort. Für kulinarische Genüsse sorgen fangfrischer Fisch und die traditionelle Granita am Nachmittag – eine gefrorene Süßspeise, die auch für Sizilien typisch ist.

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Lipari ist zudem der Ausgangspunkt für die Überfahrten zu den übrigen Liparischen Inseln. Salina, die zweitgrößte der Inseln, ist deutlich grüner und ruhiger als Lipari. Auf den fruchtbaren Böden wachsen unter anderem Kapern und der süße Malvasia-Wein. Zwar gibt es auf Salina nur wenige Strände, dafür ist die Landschaft sehr reizvoll. Eine Fahrt entlang der malerischen Küstenstraße führt Besucher unter anderem zu den Schauplätzen des Films "Der Postmann".

Die feurigen: Stromboli und Vulcano

Blick von Sizilien auf die Liparischen Inseln.

Auch Stromboli ist Filmkennern aus dem gleichnamigen Klassiker aus dem Jahr 1949 ein Begriff. Die Insel und der Vulkan Stromboli dienten als melodramatische Kulisse für den Rosselini-Film mit Ingrid Bergmann. Nicht nur im Film bricht der Vulkan aus – der Stromboli ist der einzige ständig aktive Vulkan Europas und prägt mit seinem markanten Kegel die Landschaft der Insel. Eine geführte Wanderung zu den Kratern des mehr als 900 Meter hohen Bergs ist absolut empfehlenswert.

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Auf Vulcano ist der Name ebenfalls Programm und Besucher werden schon bei der Ankunft mit vulkanischem Schwefelgeruch begrüßt. An zahlreichen Stellen verdampft Wasser in sogenannten Fumarolen. Im Norden der Insel bietet ein Becken mit warmem, heilendem Schlamm eine wohltuende Kur für die Haut und gegen Rheumabeschwerden.

 

 

Die Exklusive: Panarea

Auf Panarea lassen auch Stars wie Beyoncé oder Tom Cruise gerne die Seele baumeln.
Wer sich eines der etwas teureren Hotels auf der kleinsten bewohnten Insel Panarea gönnt, trifft mit etwas Glück Prominente wie Naomi Campell, Beyoncé oder Tom Cruise. Die 3,4 km² große Insel ist ein beliebter Treffpunkt des Jetsets. Hier dienen Elektroautos als Taxi und der Hafen bietet einen herrlichen Blick auf den Stromboli. Als schönster Strand von Panarea gilt die Bucht Cala di Cunco.

 

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Wer sich ein Boot mietet, kann die Klippen von Panarea auf eigene Faust umschippern, an einsamen Sand- und Kiesstränden baden, die nur vom Wasser aus erreichbar sind oder einen Abstecher zur unbewohnten Insel Basiluzzo machen. Kulturinteressierte können bei den Ausgrabungen bei Capo Milazzese die Überreste eines Dorfes aus der Bronzezeit begutachten oder sich auf Basiluzzo auf die Spuren der Römer begeben. Die Überbleibsel einer Villa mit Fußbodenmosaiken und Wandmalereien zeugen davon, dass die Insel in der Antike ein beliebtes Ziel für die Sommerfrische war.

Die Abgeschiedenen im Westen: Filicudi und Alicudi

Wer sich weder für Promis noch andere Urlauber interessiert, findet auf den westlich gelegenen Inseln Filicudi und Alicudi viel Ruhe und Abgeschiedenheit. Hier leben zusammengenommen nur etwa 350 Menschen. Beide Inseln zeichnen sich durch ihren ursprünglichen, einfachen Charme aus – Hauptverkehrsmittel auf Alcudi sind bis heute Maulesel, Straßen gibt es nicht. Es gibt nicht viele Hotels auf den beiden Inseln. Dafür sind die vorhandenen Unterkünfte meist besonders idyllisch und ruhig gelegen.

 

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(jwö)

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