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Striezlmarkt, Christstollen und Kunsthandwerk - Weihnachten in Dresden

01.10.2014 - 10:00

Die Frauenkirche, die stimmungsvollen Brühlschen Terrassen an der Elbe, die lebendige Neustadt sowie viel Kunst und Kultur - die Liste der Sehenswürdigkeiten in Dresden ist lang und die sächsische Landeshauptstadt zu jeder Zeit eine Reise wert. Doch gerade im Advent sprüht sie vor weihnachtlichem Charme. Dann verwandelt sich die Elbmetropole in ein Meer aus Lichtern, der Duft von Glühwein und Kräppelchen zieht vom Striezlmarkt aus durch die historische Altstadt und Besucher haben die Gelegenheit, ganz besondere Traditionen kennenzulernen.

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Dresdener Stollen – ein gewichtiges Gebäck

Winterliche Idylle pur auf dem Dresdener Striezelmarkt. Foto: Torsten Hufsky
Bereits 1434 boten die Dresdener das erste Mal ihre Waren auf dem Striezelmarkt feil, der damit der älteste Weihnachtsmarkt in Deutschland ist. Vielleicht weiß nicht jeder der jährlich etwa 2,5 Millionen Besucher, dass Striezel ein Synonym für Stollen ist.

 

Für diesen wiederum ist die Stadt an der Elbe berühmt-berüchtigt. Dresdner Stollen, Dresdner Christstollen und Dresdner Weihnachtsstollen – alles verschiedene Namen für das reichhaltige Buttergebäck, die seit 2010 nach europäischem Recht als geschützte geographische Angaben und zusätzlich als Marken und Patent eingetragen sind. Kaum verwunderlich also, dass sich im Advent rund um den Altmarkt alles um die Striezel dreht.

Jährliches Highlight ist das Stollenfest, bei dem die Dresdener Bäcker das traditionelle Gebäck zelebrieren und dabei gleichzeitig August dem Starken Tribut zollen: Er ließ 1730 für das prunkvolle Zeitheiner Lustlager einen 1,8 Tonnen schweren Riesenstollen backen.

Anfang der 1990er Jahre entdeckte der Wissenschaftler Peter Mutscheller einen historischen Kupferstich mit dem gigantischen Gebäck. 1994 kamen erstmals wieder Bäcker und Konditoren des Schutzverbands Dresdner Stollen e.V. zusammen, um ein Stollenfest der Moderne zu entwickeln.

Seither ziehen Sie jedes Jahr am 2. Advent einen rund drei Tonnen schweren Striezel auf den Markt. Das Spektakel wird von dem Stollenmädchen begleitet, das jedes Jahr neu gewählt wird. Den Riesenkuchen selbst teilen die Bäcker mit einem 1,60 Meter langen und zwölf Kilogramm schweren Messer und verkaufen ihn in Portionen à 500 Gramm an die Festbesucher.

Ein Markt voller Traditionen

Auch abseits von Stollen und Glühwein zeichnet sich der Striezelmarkt durch seine vielen Angebote aus, die Gästen die regionalen Traditionen auf anschauliche Art und Weise näherbringen. Von Schnitzkunst aus dem Erzgebirge über Plauener Spitze und Blaudruckstoffe aus der Lausitz bis hin zur Bürgeler Keramik mit ihrem satten tiefblau und weißen Punkten. Das volkstümliche Kunsthandwerk ist teils jahrhundertealt und wird bis heute gelebt und gepflegt.

 

Von den insgesamt mehr als 250 Ständen konzentrieren sich viele bis heute auf Räuchermänner und Co. und machen den Dresdener Striezelmarkt so einzigartig. Wer wissen möchte, wo es in Deutschland weitere Weihnachtsmärkte mit dem gewissen Etwas gibt,  kann sich von den CHECK24-Tipps für die schönsten Ziele im Winter inspirieren lassen.

Für wen es in diesem Jahr doch zu knapp wird, muss sich bis zum Advent 2015 gedulden oder einfach wiederkommen: Denn ob in der historischen Altstadt oder in der Dresdner Neustadt, die sächsische Landeshauptstadt und ihr Umland bieten nicht nur zur Weihnachtszeit viele sehenswerte Ausflugsziele. Aktuelle Informationen zu Dresden finden Besucher beispielsweise auf www.dresden-online.de.

(jwö)

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