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Frühlingszauber mit Blumenduft - Reisen zu Kirschblütenfestivals

12.04.2013 - 10:00

Der vergangene Winter war nicht nur der dunkelste seit 42 Jahren, sondern hatte uns noch im März mit kalten Krallen fest im Griff. Wenn Ihnen der Märzwinter noch in den Knochen steckt, bietet eine Reise zu einem der aktuellen Kirschblütenfeste eine schöne Gelegenheit, den Frühling jetzt dafür umso ausgiebiger zu zelebrieren.

Der absolute Klassiker für Feierlichkeiten zur Kirschblüte ist Japan, wo sie zu den wichtigsten kulturellen Symbolen zählt. Die blühenden Bäume markieren nicht nur den Frühlingsanfang und den Höhepunkt im japanischen Kalender - sie stehen außerdem für weibliche Schönheit und Aufbruch, aber auch Vergänglichkeit.

Wenn Japan im Blütenmeer versinkt

Bis die Kirschblüte Anfang Mai auch die nördliche Insel Hokkaido erreicht, wird in den Wetterberichten des Landes sogar die aktuelle „Kirschblütenfront“ mit angesagt. Sie taucht den Inselstaat in ein Meer aus rosa und weiß – denn fast die Hälfte aller Laubbäume in japanischen Städten sind Zierkirschen.

 

In den knapp zwei Wochen, in denen die Bäume in der jeweiligen Region blühen, feiern die Bewohner das Hanami – das Kirschblütenfest. Hierfür versammeln sie sich mit Freunden, Kollegen oder der Familie auf den Wiesen unterhalb der Bäume. Dazu essen sie aus den typischen Bentōs, den speziellen Kästchen in denen mehrere Speisen durch Schieber voneinander getrennt sind und trinken häufig reichlich Bier oder Sake.

Von Ost nach West – das ‚National Cherry Blossom Festival‘ in den USA

Aber nicht nur in Fernost wird der Frühling mit Blütenfesten gefeiert, sondern auch im Westen. In Washington D.C. findet jedes Jahr das mehrwöchige ‚National Cherry Blossom Festival‘ statt. Hier wird den Besuchern eine Vielzahl von Veranstaltungen angeboten, die zum Großteil gratis sind: von Radtouren durch die Parks mit den blühenden Kirschen, über Kimonoausstellungen, bis hin zu Schnitzeljagden.

 

Die Organisatoren wollen damit die Kirschblüten als Geschenk und die andauernde Freundschaft zwischen den USA und Japan feiern. Wer das Festival noch in diesem Jahr erleben möchte, muss sich allerdings beeilen – Abschlusstag ist der 14. April.

Kirschblüten und Maientanz an der Alster

Dieselbe Grundidee wie in Washington steckt hinter dem Kirschblütenfest in Hamburg, das die Hansestadt seit 1968 veranstaltet. Dort ansässige japanische Firmen pflanzten damals etwa 5.000 Kirschbäume im Alsterpark, an der Kennedybrücke, der Alsterkrugchaussee und am Altonaer Balkon, um ihren Dank für die Verbundenheit Hamburgs mit der japanischen Gemeinde auszudrücken. Highlight an der Alster ist das abendliche Kirschblütenfeuerwerk. Alle zwei Jahre wählen die Hanseaten außerdem eine Kirschblütenprinzessin, die als Sonderbotschafterin der Stadt für Japan fungiert.

 

Hamburg ist neben Melbourne und Washington eine von insgesamt nur drei Städten weltweit, die eine Kirschblütenprinzessin wählen dürfen. Ein Recht, das nur die einflussreiche „Japan Cherry Blossom Association“ gewähren darf. Dieses Jahr findet das Kirschblütenfest am 17. Mai statt. Wer also gerne daran teilnehmen möchte, hat noch ausreichend Zeit seine Reise nach Hamburg zu planen.

(jwö)

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