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Reisen mit Tieren: Was Sie beachten müssen!

09.06.2016 - 10:03

Sie wollen mit Ihrer Katze in den Urlaub fliegen oder sich mit Ihrem Hund einen Mietwagen leihen? Wer mit seinem geliebten Vierbeinern verreisen will, sollte früh anfangen zu planen! Denn neben Pass und Mikrochip ist auch die Tollwut-Impfung unabkömmlich. Was Sie sonst noch wissen müssen, erfahren Sie hier!

Regelungen für Hund, Katz und Frettchen innerhalb der EU

Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) darf eine Person mit maximal fünf Heimtieren im Reiseverkehr unterwegs sein. Hunde, Katzen und Frettchen, die innerhalb der EU transportiert werden, müssen jedoch mindestens 15 Wochen alt sein und brauchen jeweils einen:
  • Heimtierausweis: In diesem blauen Pass sind unter anderem Angaben zum Besitzer und eine Beschreibung (Foto ist freiwillig) Ihres Lieblings vermerkt. Den Ausweis können Sie sich dem BMEL zufolge von einem niedergelassenen Tierarzt ausstellen lassen, der hierfür bevollmächtigt ist. Die Kosten für den Pass hängen von der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ab.
Welpen unter 15 Wochen dürfen in Deutschland nicht ein- oder ausreichen.
  • Mikrochip oder Tätowierung: Damit der Ausweis Ihrem Fellfreund auch eindeutig zugeordnet werden kann, muss das Tier mithilfe eines Mikrochips oder einer Tätowierung identifizierbar sein. Diese Kennzeichennummer trägt der Arzt ebenfalls in den Pass ein.
  • Impfschutz gegen Tollwut: Neben den Besitzer- und Tierangaben muss der Ausweis auch den ärztlichen Nachweis enthalten, dass der jeweilige Vierbeiner eine gültige Tollwut-Impfung besitzt. Achtung! Denken Sie daran, dass die Inkubationszeit mindestens 21 Tagen beträgt. Das bedeutet: Die Impfung muss mindestens drei Wochen vor Reiseantritt erfolgen, sonst ist der Schutz vor Tollwut nicht gegeben.
Wer Urlaub in Finnland, Irland, Malta oder dem Vereinigten Königreich plant, sollte mit verschärften Anforderungen rechnen. Informieren Sie sich also rechtzeitig über die EU-Bestimmungen für die Ein- und Ausreise des jeweiligen Landes!

Möchten Sie mit Ihrem Vogel oder anderen Kleintieren verreisen? Dann ist der Heimtierausweis ungültig! Wir empfehlen Ihnen auch hier, sich über die nationalen Einreisebestimmungen ihres jeweiligen Urlaubslandes zu belesen.

Regelungen außerhalb der EU

Urlauber, die mit ihrem Tier außerhalb der EU unterwegs sind, müssen:
  • … ebenfalls einen EU-Heimtierausweis mitführen!
  • … ihren Fellfreund tätowiert oder mit einem Mikrochip versehen haben.
  • … eine Tollwut-Impfung vorweisen können.
  • … eine schriftliche Erklärung beilegen, dass die Reise nicht zum Verkauf bzw. Besitzerwechsel dient.
  • … die Rückkehr über einen Flughafen bzw. Hafen planen, welche in der „Liste der der Einreiseorte in der Bundesrepublik Deutschland“ aufgeführt ist. Diese finden Sie auf der Internetseite des BMEL.
  • … ihren Vierbeiner bei der Wiedereinreise aus Nicht-EU-Staaten beim Zoll anmelden!
  • … zusätzlich Impfpapiere und ggf. ein Bluttest-Befund mitführen.
Wer außerhalb der EU mit seinem Tier unterwegs ist, benötigt zusätzlicih einen Bluttest.
Warum ein Bluttest? Reisen Sie beispielsweise in die Türkei, nach Ägypten oder Thailand – also in sogenannte nicht gelistete Drittländer – wo Tollwut vorkommt oder der Seuchenstatus unbekannt ist, müssen Sie vor der Ausreise aus Deutschland einen Tollwutantikörpertest in einem zugelassenen Labor durchführen lassen. Dieser darf jedoch erst frühestens 30 Tage nach Impfung erfolgen.

Wenn Vierbeiner fliegen

Sie können nicht ohne Katze und Hund? Bei der Lufthansa beispielsweise ist die Mitnahme Ihres geliebten Fellfreundes kein Problem. Vorab sollten Sie jedoch einige Dinge beachten: Auch die Kranichlinie empfiehlt Passagieren, sich bereits vor der Flugbuchung über die Ein- und Ausfuhrbestimmungen für Tiere im jeweiligen Urlaubsland zu informieren. Gibt es hierbei keinerlei Schwierigkeiten, können Sie Ihren Vierbeiner telefonisch bei der Lufthansa anmelden. Ist die Transportbox nicht größer als 55 x 40 x 23 cm und samt Tier nicht schwerer als acht Kilogramm, kann Ihr Hund oder Ihre Katze mit in die Kabine genommen werden. Größere und schwerere vierbeinige Freunde werden dagegen im Frachtraum transportiert. Außerdem rät die größte deutsche Airline ihren Passagieren, die ab Frankfurt aus mit ihrem Tier fliegen wollen, mindestens 90 Minuten und nicht früher als drei Stunden vor Abflug am Airport zu sein. Die Kosten hängen von der Box-Größe und der jeweiligen Flugstrecke ab.

Bei Condor gelten ähnliche Bestimmungen. Hier liegen die Gebühren für den Transport im Frachtraum je nach Größe und Flugzone zwischen rund 80 Euro und 255 Euro.

Ganz wichtig! Setzen Sie Ihren Hund nicht erst am Tag des Abfluges in den Käfig – er braucht in jedem Fall ein paar Gewöhnungstage. Hierbei wirken tiergerechte Spielzeuge oder Kuscheltiere beruhigend.

Der Hund auf vier Rädern

Sprechen Sie vorab mit dem Mietwagen-Anbieter über mögliche Transportmöglichkeiten Ihres Tieres!
Hunde, Katzen und andere kleine Haustiere können Sie in der Regel ohne Probleme mit in den Mietwagen nehmen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass der Leihwagen weder beschmutzt noch beschädigt werden darf. Nutzen Sie deshalb eine Transportbox. Diese schützt nicht nur den Innenraum des Autos, sondern auch Ihren geliebten Vierbeiner. So kann er nicht in den Fußraum fallen oder bei einem leichten Unfall verletzt werden. Andere Anbieter empfehlen beispielsweise, einen Tiersicherheitssitz mitzunehmen, der ähnlich wie ein Kindersitz fürs Auto funktioniert.

Wenn Sie Ihren Hund nicht in einen Transportkäfig stecken wollen, sollten Sie:
  • Ihren Fellfreund trotzdem anschnallen!
  • die Hundedecke für den Rücksitz nicht vergessen!
Und auch so:
  • Regelmäßige Pausen einlegen!
  • Ihren Vierbeiner bei Hitze niemals im Wagen lassen!
  • Das Fenster immer ein klein wenig geöffnet haben!
  • Ihrem Haustier bei zu großen Höhenunterschieden etwas zum Kauen geben, um den Ohrendruck auszugleichen!
Dann wünschen wir Ihnen eine gute Reise mit ihrem vierbeinigen Freund!

(mja)
 

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