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Frist für den Einbau von Wärmezählern läuft 2013 ab

06.12.2013 - 12:00

Das Jahresende kommt unaufhaltsam näher. Nicht selten müssen in dieser Zeit unliebsame Aufgaben erledigt werden, die im Laufe des Jahres aufgeschoben wurden. Im Beruf sind wichtige Arbeiten noch schnell zu erledigen und neue in Auftrag zu geben. Privat müssen oftmals der Urlaub organisiert, Weihnachtsgeschenke besorgt, Silvesterfeiern geplant, wichtige Hausarbeiten und Behördengänge noch auf den letzten Drücker erledigt werden. Hinzu kommen zu allem Überfluss neue Gesetze und Gesetzesänderungen, die zu Neujahr in Kraft treten und zusätzlich Stress und Kosten verursachen können - zumal einige davon von den Betroffenen völlig unbemerkt bleiben.

Hierzu zählt vielleicht die Verpflichtung von Immobilieneigentümern, für Gebäude mit zentraler Warmwassererzeugung einen Wärmezähler einbauen zu lassen, um für Energie- und Kostentransparenz zu sorgen. Geschieht dies nicht, können Mieter gemäß §12 Absatz 1 der Heizkostenverordnung die Miete um 15 Prozent kürzen. Bis zum 1. Januar 2014 muss jedes zentral beheizte Gebäude mit einem modernen Wärmemengenzähler ausgestattet worden sein. Diese Pflicht ergibt sich aus der Heizkostenverordnung von 2009. Der Einbau eines Wärmezählers in die Speicherleitung zwischen dem Heizkessel und dem Warmwasserspeicher ermöglicht eine genaue Bestimmung des Energieanteils, der für die Warmwasserbereitung aufgewendet wird.

Dadurch lassen sich die Energiekosten für Heizungen und die Warmwasserversorgung klarer trennen und in der jährlichen Heizkostenabrechnung separat aufführen. Von dieser Trennung und Transparenz verspricht sich der Gesetzgeber eine gerechtere Abrechnung sowie ein verändertes Nutzungsverhalten durch die Mieter. Wenn klar ersichtlich wird, wie hoch der Energieanteil ist beziehungsweise wie hoch die Kosten für die Warmwasserbereitung sind, werden höchstwahrscheinlich einige Mietparteien mit Warmwasser sparsamer umgehen. Im besten Fall sorgen Eigentümer und Mieter durch den Einsatz technischer Mittel für eine effizientere Energienutzung bei der Warmwasserbereitung.

Worauf Vermieter und Mieter achten sollten

Wenn bisher noch kein Wärmezähler eingebaut wurde oder der Einbau bereits mehrere Jahre zurückliegt, sollten Eigentümer oder die Verwaltung einen Fachhandwerker beauftragen, um einen Wärmezähler einbauen beziehungsweise prüfen zu lassen, ob der bestehende den neuen Anforderungen entspricht. Zudem kann mithilfe des Technikers entschieden werden, ob der Einbauaufwand überhaupt zumutbar ist oder nicht. Wenn der Einbau aus Kostengründen unzumutbar wäre, besteht die Möglichkeit, sich von der Einbaupflicht befreien zu lassen. In jedem Fall ist jedoch Eile geboten, denn viel Zeit bleibt nicht mehr - vor allem, weil die meisten Handwerker gegen Jahresende kaum noch Termine freihaben.

Mieter erhalten die Heizkostenabrechnung normalerweise einmal im Jahr. Ganz gleich, ob sie zum Jahresbeginn oder einem anderen Zeitpunkt zugestellt wird, sollten Sie darauf achten, ob die Heizkosten separat aufgeführt sind. Ist dies nicht der Fall, ist zu prüfen, ob eine Befreiung vorliegt. Liegt diese nicht vor, besteht die Möglichkeit, die Miete zu kürzen. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist es hilfreich, einen Mietrechtsexperten zurate zu ziehen. Besonders günstig ist dies, wenn Sie über eine Mietrechtsschutzversicherung verfügen. Prinzipiell lohnt es sich, zu prüfen, ob sämtliche Nebenkosten korrekt abgerechnet werden.

(mtr)

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