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Mietausfälle können Vermieter ruinieren

05.12.2012 - 17:45

Im Jahr 2010 stellte die Forschungsstelle für Immobilienrecht der Universität Bielefeld eine Untersuchung zum Thema Mietnomaden vor. Drei Viertel der Vermieter, die an der Studie teilgenommen haben, hatten Schäden von unter 10.000 Euro zu beklagen. Wie hoch das Risiko Opfer von Mietnomaden zu werden tatsächlich ist, ist umstritten und geht aus der „Mietnomaden-Studie“ nicht hervor. Ebenfalls nicht wie hoch die Schäden wirklich sind und wie häufig sie auftreten. Die Studie ist nicht repräsentativ und bisher gibt es auch keine Untersuchung die diesbezüglich Klarheit schafft. Eines ist jedoch generell klar: Mietausfälle von mehrere Tausend Euro können bereits für viele Vermieter den Weg in die Schuldenfalle ebnen.

Von Mietausfällen sind besonders Vermieter betroffen, die ihre Immobilie überwiegend über einen Kredit finanzieren. Wenn es zu unerwarteten Zahlungsausfällen kommt, kann dies schnell die gesamte Tilgungsplanung durcheinanderbringen. Bei dauerhaft ausbleibenden Tilgungszahlungen droht im schlimmsten Fall eine Zwangsversteigerung.

Verbraucherschützer raten Vermietern daher, sich vor dem  Abschluss eines Mietvertrags über die Zahlungsfähigkeit des Mieters zu erkundigen. Liegen beispielsweise Schufa-Einträge des potentiellen Mieters vor, ist Vorsicht geboten. Es gibt Möglichkeiten sich gegen Mietausfälle zu schützen, beispielsweise durch eine Mietausfallversicherung.

Mietausfallversicherung bietet nur begrenzten Schutz

Mietausfallversicherungen für private Vermieter werden in Deutschland nur von wenigen Gesellschaften angeboten. Dieser spezielle Versicherungsschutz übernimmt meist die Kosten wenn die Wohnung leer steht, weil keine Interessenten vorhanden sind oder wenn der Mieter keine Miete zahlt. In beiden Fällen ist der Versicherungsschutz jedoch in der Regel zeitlich begrenzt und an bestimmte Bedingungen geknüpft. Als Voraussetzung für Versicherungsleistungen muss der Vermieter oftmals dem säumigen Mieter kündigen und eine Räumungsklage anstrengen.

Diese Maßnahmen sind zeit- und kostenintensiv. Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten können den Vermieter teuer zu stehen kommen. Vor allem dann, wenn sich der Prozess hinzieht.  Durch die Mietausfallversicherung sind zwar Mietausfälle abgedeckt, nicht jedoch die Prozesskosten.  Im Fall einer kreditfinanzierten Immobilie kann dies den Immobilienbesitzer schnell selbst in finanzielle Zahlungsschwierigkeiten bringen. Um sich gegen dieses Risiko abzusichern, kann eine Vermieterrechtsschutzversicherung abgeschlossen werden.

Vermieterrechtsschutz bietet einen vielseitigen Versicherungsschutz

Eine Vermieterrechtsschutzversicherung stellt vor dem Hintergrund der Mietausfallproblematik eine sinnvolle Ergänzung zu einer Mietausfallversicherung dar. Die Leistungen sind jedoch noch deutlich vielfältiger und erstrecken sich im Zusammenhang mit der Immobilie auf die Bereiche des Wohnungs-, Grundstücks-, Schadenersatz-, Strafrechts-, Ordnungswidrigkeiten- und Steuer-Rechtsschutzes.

Wenn Sie beispielsweise eine Räumungsklage oder eine Mieterhöhung durchsetzen oder sich gegen eine in Ihren Augen unberechtigte Steuerforderung wehren möchten, übernehmen Vermieterrechtsschutzversicherungen die Verfahrenskosten bis zur vereinbarten Deckungssumme.

Die Deckungssumme hängt vom Rechtsschutzversicherer und dem gewählten Tarif ab. Manche Versicherer bieten eine Versicherungssumme in Höhe von 500.000 Euro an, einige leisten sogar in unbegrenzter Höhe. Da es bei Versicherungssumme, Leistungsumfang und Beitragshöhe Unterschiede gibt, sollten Sie vorab einen Rechtsschutz Vergleich durchführen. So finden Sie schnell und einfach eine günstige Rechtsschutzversicherung und sparen sich viel Zeit, Geld und Ärger.

(mt)

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