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Urteil: Mietminderung bei unerwünschtem Besuch der Nachbarskatze

11.08.2014 - 18:00

Wer wiederholt unerwünschten Besuch von der Katze eines Nachbarn erhält, kann seine Mietzahlungen um zehn Prozent senken. Zudem muss sich der Vermieter darum kümmern, dass die tierischen Begegnungen aufhören. Das geht aus einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Amtsgerichts Potsdam hervor.

Im verhandelten Fall minderten die Mieter einer Erdgeschosswohnung ihre Miete, da sie mehrfach unerwünschten Besuch der Nachbarskatze bekamen und sich dadurch in ihrer Wohnungsnutzung gestört fühlten. Zudem forderten sie ihren Vermieter dazu auf, gegen diese Belästigung vorzugehen. Dieser weigerte sich, sodass der Fall vor Gericht landete.

Gericht gibt Mietern recht

Das Amtsgericht Potsdam entschied zugunsten der Mieter und gestand ihnen eine Mietminderung von zehn Prozent zu. Nach Ansicht der Richter gehört es zur vertragsgemäßen Nutzung einer Wohnung, Terrassentüren und Fenster beispielsweise zum Lüften öffnen zu können, ohne mit dem Eindringen einer Katze rechnen zu müssen.

Wissenswert: Streitigkeiten mit Vermietern oder Nachbarn landen nicht selten vor Gericht. Ohne entsprechenden Versicherungsschutz kann das sehr teuer werden! Achten Sie daher beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung am besten darauf, dass der Baustein Mietrechtsschutz im Leistungsumfang enthalten ist.

(kro)

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