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Massive Wohnraumveränderungen nur mit Genehmigung des Vermieters

14.02.2013 - 11:00

Um sich heimisch zu fühlen, schmücken Mieter ihre Wohnung mit schönen Möbelstücken, streichen die Wände in ihrer Lieblingsfarbe und bauen hier und da etwas ein und/oder hinzu. Der Vermieter sieht die Umgestaltung seines Wohneigentums oftmals nicht ganz so locker wie der Mieter. Schließlich dient eine Immobilie in den meisten Fällen als Kapital- und Wertanlage. Sollte eine Einrichtung oder ein Umbau dazu führen, dass der Wert einer Eigentumswohnung geschmälert wird, liegt dies in der Regel nicht im Interesse des Vermieters.

Daher ist eine gewisse Grundskepsis des Vermieters gegenüber Wohnraumveränderungen durch den Mieter verständlich und gesetzlich geregelt. Prinzipiell erlaubt sind nur geringfügige Eingriffe in die Bausubstanz. Hierzu gehören beispielsweise Tapezieren, Streichen, das Anbringen von Nägeln und Bohrungen, die beispielsweise dem Aufhängen einer Garderobe, eines Einbauschrankes oder Bücherregals dienen. Gravierendere Eingriffe müssen dem Vermieter mitgeteilt und von diesem genehmigt werden. Wer eigenmächtig handelt, riskiert eine Kündigung des Mietverhältnisses. In beiderlei Hinsicht ist es hilfreich, wenn Sie über einen Miet- beziehungsweise Vermieterrechtsschutz verfügen.

Das Mietverhältnis zwischen Mieter und Vermieter ist ein Vertrauensverhältnis

Wer ohne Rücksprache eine tragende Wand aus einer Wohnung entnimmt, um zum Beispiel aus zwei kleinen Zimmern ein großes zu machen, greift massiv in die Bausubstanz ein. Eine solche Maßnahme stellt nicht nur eine erhebliche Pflichtverletzung im Sinn des § 573 Absatz 2. Nr. 1 BGB dar, sondern auch eine Sachbeschädigung. Zu diesem Urteil gelangte das Landgericht Kassel.

Eine Veränderung in dieser Größenordnung berechtigt den Vermieter zu einer ordentlichen Kündigung, denn durch das eigenmächtige Handeln des Mieters wurde das Vertrauensverhältnis zwischen den beiden Vertragsparteien zerstört und das Eigentumsrecht des Vermieters (vgl. Art 14 Absatz 1 GG) verletzt. Das Beste ist es, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Ist einmal das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter gestört, kann dies die Wohn- beziehungsweise Lebensqualität deutlich schmälern.

Daher sollte sich jede Vertragspartei an ihre vertraglichen Pflichten halten. Sollte es jedoch dazu kommen, dass der Mieter eine Vertragspflicht verletzt und den Vermieter dazu zwingt, sein Recht über ein Gericht einzuklagen, ist es sehr hilfreich, über eine entsprechende Rechtsschutzversicherung zu verfügen. Denn für eine juristische Auseinandersetzung benötigt man in der Regel professionellen Beistand durch einen Rechtsanwalt.

Passender Rechtsschutz für Vermieter

Rechtliche Angelegenheiten sind stets komplex und meistens kostenintensiv. Rechtsanwalts- und Gerichtskosten sind nicht gerade günstig. Vor allem dann nicht, wenn sich das Gerichtsverfahren über mehrere Instanzen erstreckt. Eine Vermieterrechtsschutzversicherung übernimmt bei Rechtsstreitigkeiten – wenn ein Versicherungsfall vorliegt – in der Regel sämtliche Anwalts- und Prozesskosten. Auch dann, wenn der Prozess verloren wird. Da nicht jeder Vermieter juristische Verfahrenskosten problemlos vorstrecken kann, empfiehlt es sich, eine Rechtsschutzversicherung für Vermieter abzuschließen.

Dieser Rechtsschutz kann nur in Verbindung mit einem Privatrechtsschutz abgeschlossen werden. Durch diese Kombination verfügt der Versicherungsinhaber jedoch über einen weitreichenden Rechtsschutz, der einem das Leben in vielerlei Hinsicht erleichtert. Mit der passenden Rechtsschutzversicherung können Sie sich gegen Unrecht professionell und kostengünstig zur Wehr setzen. Um eine günstige Police zu finden, sollten Sie online Rechtsschutzversicherungen vergleichen. So sparen Sie sich nicht nur viel Zeit, sondern in den meisten Fällen auch Geld.

(mtr)

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