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Studie: Zahl der Selbstständigen in Deutschland wächst stark

15.02.2013 - 17:08

Laut einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin ist die Zahl der Selbständigen in Deutschland in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark angestiegen. Das ist vor allem auf sogenannte Solo-Selbständige zurückzuführen. Diese gründen ein Ein-Personen-Unternehmen und haben keine Angestellten. Im Zeitraum von 2000 bis 2011 erhöhte sich die Zahl dieser Solo-Unternehmer um circa 800.000 auf insgesamt 2,6 Millionen. Dies ist ein Zuwachs von fast 40 Prozent. Im Bereich der Selbständigen mit angestellten Mitarbeitern betrug das Wachstum dagegen nur drei Prozent.

Als Hauptgründe für den starken Anstieg nennt die Studie die Lockerung von Rechtsvorschriften im Handwerk, Förderungen der Selbständigkeit durch die Arbeitsagenturen und wirtschaftliche Krisen. Die meisten Menschen gründen aus wirtschaftlicher Not heraus ein Unternehmen oder wollen einfach ihr eigener Chef sein. Viele Existenzgründer unterschätzen jedoch die Eigenverantwortung, die daraus resultiert. Wer sich selbständig macht, muss eine Vielzahl an Dingen beachten, andernfalls kann die Selbständigkeit im finanziellen Fiasko enden. Unerlässlich sind deshalb die richtigen Versicherungen, um sich gegen finanzielle und juristische Risiken abzusichern.

Auf den ersten Blick erscheint die Zunahme von Freiberuflern und selbständigen Unternehmern durchaus positiv, aber es gibt auch Schattenseiten. So zeigt die DIW-Studie im Bereich der Solo-Selbständigen große Einkommensunterschiede auf. Der Durchschnittsverdient liegt unter 13 Euro brutto pro Stunde. Ein Drittel der selbstständigen Solisten erzielt gar nur Einkünfte im Niedriglohnbereich. Auch wenn die Einkünfte nicht sonderlich hoch ausfallen, sollten Existenzgründer nicht beim richtigen Versicherungsschutz sparen.

Versicherungen für Existenzgründer

Jeder, der durch eine selbständige Erwerbstätigkeit sein Geld verdient, muss sich nicht nur um Aufträge, Werbung, Produktion und Vertrieb, sondern auch um seinen Versicherungsschutz selbst kümmern. Mit am wichtigsten ist die private Krankenversicherung. Welche Versicherungen es noch abzuschließen gilt – zum Beispiel spezielle Haftpflichtversicherungen –, hängt stark von der Art der selbständigen Tätigkeit ab. Eine weitere Police, deren Abschluss zwar keine Pflicht, für Freiberufler jedoch im Grunde unentbehrlich ist, ist die Rechtsschutzversicherung.

Eine Rechtsschutzversicherung für Selbständige bietet juristische Unterstützung und finanzielle Entlastung, wenn es zu einem Rechtsstreit kommt. Gerichtsverfahren sind sehr teuer und gerade ein Solo-Selbständiger kann es sich in den meisten Fällen nicht leisten, seine Zeit und sein Geld in einen kostenintensiven Gerichtsprozess zu investieren. Liegt ein anerkannter Versicherungsfall vor, übernimmt die Assekuranz sämtliche Prozesskosten (zum Beispiel Anwalts- und Gerichtskosten, Honorare für Gutachter und Sachverständige sowie Zeugengelder). So können sich Freiberufler weitgehend auf Ihre Arbeit konzentrieren.

Rechtsschutzversicherung für Selbständige

Ein Rechtsschutz für Selbständige bietet Versicherungsnehmern viele Leistungen. Der Versicherungsschutz umfasst in der Regel standardmäßig folgende Rechtsschutzarten:
  • Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht
  • Schadenersatz-Rechtsschutz
  • Arbeits-Rechtsschutz
  • Sozialgerichts-Rechtsschutz
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz
  • Steuer-Rechtsschutz
Laut dem DIW-Ökonom Karl Brenke, stellen Freiberufler – eine gute Auftragslage vorausgesetzt – nach fünf Jahren Solo-Selbständigkeit Angestellte ein. In diesem Fall lohnt es sich, eine Firmenrechtsschutzversicherung (auch Gewerberechtsschutz genannt) abzuschließen, die auch die Mitarbeiter mit einschließt. Um eine passende Police zu finden, empfiehlt es sich, Rechtsschutzversicherungen zu vergleichen. Durch einen Versicherungsvergleich kann der Versicherungsschutz optimal auf die eigene wirtschaftliche Situation zugeschnitten werden. Zudem sparen sie kostbare Zeit sowie oftmals auch Geld.

(mtr)

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