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Grillen auf dem Balkon und Co.: Was Mieter im Sommer dürfen

30.06.2014 - 10:00

Sommer, Sonne, Spaß: Viele Mieter zieht es bei gutem Wetter auf den Balkon oder in den Garten. Der Grill ist schnell aufgestellt, die Feier kann beginnen. Doch nicht alles, was gefällt, ist auch erlaubt. Worauf Mieter in den warmen Monaten achten sollten, um Ärger mit Nachbarn und Vermietern zu vermeiden, haben wir für Sie in Erfahrung gebracht.

Egal, ob drinnen oder draußen – beim Feiern gilt: Sie müssen Rücksicht auf Ihre Nachbarn nehmen und dürfen diese nicht stören. Gegen gelegentliche gesellige Runden ist jedoch nichts einzuwenden, wie unter anderem das Landgericht Landshut entschieden hat. Nächtliche Feiern sind hingegen – unter anderem laut dem Oberlandesgericht Düsseldorf – nicht erlaubt.

Grillen ist beliebt.
Ob und inwieweit Grillen gestattet ist, hängt dagegen meist vom Einzelfall ab. Ausschlaggebend hierbei sind die Größe und Lage des Gartens beziehungsweise Balkons, welcher Grill verwendet und wie oft gegrillt wird.

Beim häufigen Grillen auf einem Holzkohlegrill könnten sich Nachbarn durch den Geruch belästigt fühlen. Ein Elektro- oder Gasgrill bietet daher weniger Konfliktpotenzial – sofern die Rauchentwicklung die anderen Hausbewohner nicht stört.

Laut einem Urteil des Amtsgerichts Bonn muss man gelegentliches Grillen in der Nachbarschaft hinnehmen. Ist das Grillen in der Hausordnung hingegen grundsätzlich verboten, müssen Sie dieses Verbot beachten.

Sonnenbaden im Adamskostüm stört den Hausfrieden nicht

Keine Kompromiss eingehen müssen dagegen Freunde nahtloser Bräune: Laut einem Urteil des Amtsgerichts Merzig kann man sich auch komplett nackt zum Sonnenbaden in den Garten oder auf den Balkon legen. Die Begründung: Nacktheit störe den Hausfrieden nicht.

Was jedoch durchaus den Frieden des Hauses beeinträchtigen kann, ist nach Ansicht des Amtsgerichts Bonns das Liebesspiel auf dem Balkon und im Garten. Wer sich nicht zurückhalten kann, riskiert mindestens eine Abmahnung durch den Vermieter.

Kommt es trotz aller Um- und Rücksicht zu Stress mit Ihrem Vermieter oder Nachbarn, sollten Sie zunächst versuchen, den Streit durch ein klärendes Gespräch beizulegen. Denn sonst landet der Konflikt schlimmstenfalls vor Gericht – und das kann ohne einen leistungsstarken Versicherungsschutz für Rechtsstreitigkeiten richtig teuer werden.

(kro)

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