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Mit Kollegen über das Gehalt sprechen ist meist rechtens

06.05.2014 - 08:00

Über Geld spricht man nicht - das sagt schon ein altbekanntes Sprichwort. Und erst recht nicht mit den Kollegen - das besagen viele Arbeitsverträge. Doch solche Vertragsklauseln sind in den meisten Fällen unterwirksam. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein (DAV) hin.

Demnach verletzen solche Vertraulichkeitsklauseln in Bezug auf die Vergütung Persönlichkeitsrechte, wie beispielsweise das Recht auf freie Meinungsäußerung. Viele Arbeitnehmer halten sich jedoch nach DAV-Angaben an solchen Klauseln, da ihnen bei der Vertragsunterzeichnung nicht bekannt ist, dass sie in fast allen Fällen unwirksam sind.

Tatsächlich gibt es nur wenige Ausnahmen, bei denen Angestellte in der Tat nicht über ihr Gehalt sprechen dürfen. Das wäre aus Expertensicht etwa der Fall, wenn ein Mitarbeiter ein spezielles Produkt verantwortet oder eine herausgehobene Position einnimmt.

Wann das Gehalt zum Betriebsgeheimnis wird

Dann könnte das Gehalt womöglich Gegenstand einer betrieblichen Kalkulation sein, von der andere Wettbewerber nichts wissen sollten. In einer solchen Situation kann die Höhe des Gehalts somit als Betriebsgeheimnis gelten - und Sie als Arbeitnehmer müssen diesbezüglich den Mund halten.

Stress mit dem Chef oder Kollegen kann schlimmstenfalls vor Gericht enden - und das kann richtig teuer werden. Eine leistungsstarke Rechtsschutzversicherung stärkt Ihnen im Fall der Fälle juristisch und finanziell den Rücken. Achten Sie beim Abschluss darauf, dass der Baustein Arbeitsrechtsschutz im Leistungsumfang enthalten ist.

(kro)

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