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Private E-Mails, Päckchen und Co. - Was ist am Arbeitsplatz erlaubt?

15.01.2014 - 18:00

Vom Firmenrechner private E-Mails zu versenden gehört für viele Menschen zum Arbeitsalltag dazu. Ebenso ist es praktisch, sich Pakete in die Arbeit schicken zu lassen. Doch ist das überhaupt rechtens? Wir verraten Ihnen, welche privaten Aktivitäten am Arbeitsplatz erlaubt sind - und was Sie unter Umständen in Schwierigkeiten bringen könnte.

Ob im Büro private E-Mails verschickt werden dürfen, hängt vom Arbeitgeber ab. Regelungen diesbezüglich finden sich meist im Arbeitsvertrag, in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen. Hat Ihr Chef die private Internetnutzung erlaubt, dürfen Sie in Ihrer Mittagspause private E-Mails verschicken – aber nicht während Ihrer Arbeitszeit. Wer diese Vorgabe missachtet und in großem Stil außerhalb der Pause elektronische Post versendet, muss schlimmstenfalls mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Ist das Versenden privater E-Mails in einer Firma grundsätzlich verboten, dürfen Arbeitnehmer diese Vorgabe nur in dringenden Notfällen missachten.

Problempunkt private Päckchen

Lassen Sie sich private Päckchen an die Firmenadresse schicken, kann dies unter Umständen ebenfalls den Unmut Ihres Arbeitgebers erregen. Denn durch die Annahme von Päckchen wird der Betriebsablauf gestört – erst recht in großen Firmen, in denen einige Mitarbeiter Stammkunden bei Online-Shops sind.

Erkundigen Sie sich am besten im Vorhinein, ob Sie sich Pakete in die Firma schicken lassen dürfen. Ist dies der Fall, raten Rechtsexperten dennoch dazu, dies nicht ausarten zu lassen. Sonst könnte sich Ihr Chef irgendwann fragen, ob Sie die eine oder andere Lieferung vielleicht auch während der Arbeitszeit bestellt haben.

Während der Arbeit zum Arzt?

Ein heikles Thema ist oft auch ein Arztbesuch während der Arbeitszeit. Denn grundsätzlich ist dieser Gang Privatsache. Die Öffnungszeiten vieler Praxen sind jedoch so ungünstig, dass bereits die Terminvereinbarung fast nur während der Arbeitszeit machbar ist.

Nach Möglichkeit sollten Arzttermine außerhalb der Arbeitszeit wahrgenommen werden. Gibt es für eine medizinisch unvermeidbare Untersuchung jedoch ansonsten keinen anderen freien Termin, dürfen Sie als Vollzeitangestellter auch während der Arbeitszeit zum Arzt gehen. Lassen Sie sich den Arztbesuch jedoch am besten von der Praxis schriftlich bestätigen. Sind Sie hingegen in Teilzeit beschäftigt, kann Ihr Chef – außer bei akuten Notfällen – in jedem Fall von Ihnen verlangen, dass Sie Arztbesuche ausschließlich in Ihrer Freizeit wahrnehmen.

Hund und Herrchen im Büro vereint?

Haben Sie einen Hund, müssen Sie vielleicht in der Mittagspause schnell nach Hause hetzen, um mit ihm Gassi zu gehen – nur um völlig fertig wieder pünktlich auf Ihrem Stuhl in der Arbeit zu sitzen. Wie praktisch wäre es da, den Vierbeiner einfach mit ins Büro zu nehmen!

Ob Sie das dürfen, kann Ihr Arbeitgeber nach eigenem Belieben entscheiden. Wichtig: Hat er einmal ja gesagt, ist das nicht in Stein gemeißelt. Haben beispielsweise Ihre Kollegen nach einer Weile aus irgendeinem Grund Angst vor Ihrem Hund, kann Ihr Chef es Ihnen wieder verbieten, ihn mitzubringen.

Dabei ist es laut einem Urteil des Arbeitsgerichts Düsseldorf unerheblich, ob er tatsächlich bedrohlich ist. Entscheidend ist demnach einzig, dass das subjektive Bedrohungsgefühl die Konzentration der Kollegen und somit auch den Arbeitsablauf stört.

Rechtsschutzversicherung für Ihr gutes Recht

Sie fühlen sich in der Arbeit ungerecht behandelt? Bei Auseinandersetzungen mit dem Vorgesetzten oder anderen Mitarbeitern hilft Ihnen eine Rechtsschutzversicherung dabei, zu Ihrem guten Recht zu kommen. Achten Sie beim Abschluss darauf, dass der Baustein Arbeitsrechtsschutz im Leistungsumfang enthalten ist. Günstige und leistungsstarke Tarife finden Sie problemlos bei CHECK24.

(kro)

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