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Helau und Alaaf: Was Jecken im Büro beachten sollten

25.02.2014 - 20:00

Ob Fasching, Fastnacht oder Karneval - in ein paar Tagen heißt es wieder: Die Narren sind los. Vielerorts geht es in diesen Tagen besonders feucht-fröhlich zu. Doch die Narrenfreiheit hat ihre Grenzen. Wir verraten Ihnen, was Sie an den Faschingstagen in der Arbeit beachten sollten, um Stress mit dem Chef oder den Kollegen zu vermeiden.

Vor allem im Rheinland ist es laut Etikette-Trainern durchaus gang und gäbe, am Rosenmontag und Faschingsdienstag etwa im Sträflingskostüm im Büro aufzuschlagen. Die Ausnahme: wichtige Termine. Zu Treffen mit Geschäftspartnern oder Kunden sollten Sie – gerade auch in einer höheren Position – in keinem Fall verkleidet erscheinen. Außerhalb der Faschingshochburgen ist von einem Kostümspektakel generell abzuraten – und zwar unabhängig davon, in welcher Abteilung Sie arbeiten und welche Position Sie bekleiden.

Eine gewisse Vorsicht ist auch bei Telefonaten während der Arbeitszeit geboten. Auch wenn es noch so lustig ist, den Gesprächspartner mit einem freudigen „Helau“ oder „Alaaf“ zu begrüßen: Wissen Sie nicht genau, wer am anderen Ende der Leitung ist, sollten Sie bei einer konventionellen Begrüßung bleiben.

Ist der Anrufer hingegen ein Geschäftspartner, mit dem Sie bereits häufiger zu tun hatten, sollte ein jecker Ausruf unproblematisch sein. Mehr noch: Aus Expertensicht kann dies sogar in gewisser Weise verbinden und die Geschäftsbeziehung weiter verbessern.

Mit Bussis besser sparsam umgehen

Jecken sollten es im Büro nicht zu närrisch treiben!
In puncto Herzlichkeit sollten Sie auch bei Ihren Kollegen Umsicht walten lassen. Zwar ist es zu Fasching üblich, fleißig Küsschen auf die Wangen anderer zu verteilen. Arbeiten Sie allerdings jenseits des Rheinlands, könnten Ihre Kollegen eher verstört reagieren, wenn Sie sie in der fünften Jahreszeit plötzlich mit einem dicken Schmatzer begrüßen.

Auch das traditionelle Abschneiden der Krawatten zur Weiberfastnacht wird in weniger faschingsaffinen Gegenden eher nicht auf Begeisterung stoßen. Versuchen Sie daher besser nicht, Faschingsmuffeln im Büro irgendwelche Bräuche aufzuzwingen. Denn Streitigkeiten können sich schnell aufheizen und schlimmstenfalls vor Gericht enden. Ohne einen entsprechenden Versicherungsschutz für arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen kann das schnell kostspielig werden.

Für Viele gehört neben Krapfen und Kostümen auch Alkohol zum Fasching. In der Arbeit sollten Sie diesbezüglich aber Vorsicht walten lassen. Gönnen Sie sich unerlaubt statt Kaffee das eine oder andere alkoholische Getränk, kann das unangenehme Konsequenzen für Ihr Anstellungsverhältnis nach sich ziehen.

In manchen Unternehmen wird das Anstoßen mit den Kollegen kurz vor Feierabend toleriert – vor allem, wenn Sie dem Chef auch etwas anbieten. Es gibt aber auch Arbeitgeber, bei denen ein Gläschen Sekt in den Büroräumen überhaupt nicht gut ankommt. Sind Sie neu in der Firma und wissen noch nicht genau, wie dies bei Ihnen gehandhabt wird, fragen Sie am besten Kollegen, die schon länger dabei sind.

Restalkohol kann Abmahnung begründen

Aber auch das Feiern nach der Arbeit kann für Stress mit dem Chef sorgen. Erscheinen Sie beispielsweise als Busfahrer am nächsten Morgen mit Restalkohol im Blut zum Dienst und sind offensichtlich nicht fahrtüchtig, riskieren Sie eine Abmahnung. Kündigt Ihnen Ihr Vorgesetzter deswegen jedoch gleich fristlos und halten Sie dies für ungerechtfertigt, können Sie versuchen, vor Gericht Ihr gutes Recht durchzusetzen.

(kro)

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