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Falschberatung bei Geldanlage: Gerichtsurteil stärkt Rechtsschutz für Sparer

13.12.2011 - 12:19

Die Verbraucherzentrale Nordrhein Westfalen hat vor dem Oberlandgericht (OLG) München einen juristischen Sieg für Rechtsschutzversicherte errungen. Wer aufgrund falscher Beratung bei einer Geldanlage hohe Verluste hinnehmen musste, kann bei einer Schadenersatzklage auf finanzielle Unterstützung seiner Versicherung hoffen. Die Münchener Richter entschieden (Az: 29 U589/11), dass Rechtsschutzversicherer die Kosten einer Schadenersatzklage wegen Falschberatung übernehmen müssen, wenn die Ausschlussklausel nicht klar definiert wurde.

Viele Menschen sind verunsichert, wie sie ihr hart verdientes Geld zukunftssicher anlegen sollen. Nachdem nicht nur große Finanzinstitute sondern auch Staaten Pleite gehen, stellt sich für jeden Anleger die Frage: Wo ist mein Geld noch sicher? Lange galten Staatsanleihen als sichere Kapitalanlage. Spätestens seit dem finanziellen Schiffbruch Griechenlands sind Anleger auch hier eher vorsichtig. Alternativen sind das Sparbuch, Festgeld- oder Tagesgeldkonten. Diese Anlageoptionen haben den Vorteil, dass sie nicht allzu kompliziert und relativ sicher (Einlagensicherung) sind - allerdings werfen sie auch nur eine geringe Rendite ab. Wem die Zinsen hier zu gering sind, der kann sein Geld in Wertpapiere investieren.

Auch wenn es gerade im Wertpapierbereich immer wieder dubiose Angebote gibt: Nach wie vor finden sich auch viele seriöse und sichere Kapitalanlagen (z.B. Garantiefonds) am Markt. Das Wichtige aber auch das Schwierige bei Kapitalanlagen ist es, diese komplexen Sparmöglichkeiten zu verstehen. Kleinanleger haben hierfür in der Regel ohnehin keine Zeit. Wer ein Anlagerisiko bewusst in Kauf nimmt und Geld verliert, der hat dies selbst zu verantworten. Wer jedoch falsch beraten wurde, dem steht der Rechtsweg offen. In solchen Fällen ist es sehr hilfreich und letztendlich kostengünstig eine Rechtsschutzversicherung zu haben.

Rechtsschutzversicherungen übernehmen Gerichtskosten

Recht haben und Recht bekommen, sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Einen Rechtsstreit ohne professionellen juristischen Beistand zu gewinnen, ist so gut wie unmöglich. Das weitere Problem der Rechtsdurchsetzung liegt darin, dass ein Gerichtsverfahren meist sehr teuer ist.

 

Wer eine Schadenersatzklage gegen ein Finanzinstitut anstrebt, sieht sich oft mit zwei Problemen konfrontiert: Die Institute verfügen über gute Rechtsanwälte und ein sehr hohes finanzielles Potenzial. Hinzu kommt, dass Verbraucher die eine Schadenersatzklage wegen Falschberatung anstreben, meistens bereits sehr viel Geld verloren haben. Oft verfügen sie nicht mehr über die finanziellen Ressourcen für ein langwieriges Gerichtsverfahren.

Die Lösung für diese beiden Probleme ist eine private Rechtsschutzversicherung. Sie übernimmt in der Regel sämtliche Verfahrens- und Gerichtskosten. Wichtig ist nur, dass die Rechtsschutzversicherung die richtigen Fälle abdeckt und potentiell relevante Fälle nicht bereits im Vorfeld ausschließt.

Rechtsschutzversicherung Vergleich: Spart Zeit, Ärger und Geld

In dem eingangs erwähnten Gerichtsverfahren zur Rechtsschutzversicherung befand das OLG, dass die Ausschlussklausel unzureichend formuliert sei - die Richter erklärten sie für unwirksam. Anleger deren Vertrag eine solche unbestimmte Klausel enthält, können nun von ihrer Rechtsschutzversicherung Gebrauch machen und Schadenersatz einklagen. Das Urteil ist jedoch kein allgemeingültiger Präzedenzfall - jeder Vertragspunkt muss individuell geprüft werden.

 

Wer nun ad-hoc einen Privatrechtsschutz abschließen möchte um eine Schadenersatzklage einzureichen, könnte jedoch Pech haben. Denn bei Rechtsschutzversicherungen gibt es meist eine Wartefrist. Wer an einem Privatrechtsschutz interessiert ist, sollte sich umfassend über die verschiedenen Versicherungsformen informieren (z.B. Miet-, Berufs-, Verkehrsrechtsschutz etc.), um eine passende Police zu finden. Ein Rechtsschutzversicherung Vergleich bei CHECK24 ist nicht nur schnell und bequem, sondern er hilft auch viel Geld zu sparen.

(mt)

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