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Muss man zu Weihnachten für den Chef erreichbar sein?

23.12.2013 - 12:30

Über die Feiertage schaltet nur einer von drei Urlaubern wirklich ab. Alle anderen Arbeitnehmer bleiben per E-Mail und Telefon für Vorgesetzte, Kollegen und Kunden erreichbar. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Aris im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom durchgeführt hat. Aber müssen wir wirklich stets auf Abruf bereitstehen?

Der Studie zufolge ist der Anteil der Arbeitnehmer, die an den Feiertagen telefonisch für die Arbeit erreichbar sind, in den letzten zwei Jahren von 68 auf 74 Prozent angestiegen. Bei der E-Mail-Erreichbarkeit zeichnet sich ein ähnlicher Trend ab: Während im Jahr 2011 rund 43 Prozent der Studienteilnehmer auch an den Weihnachtstagen geschäftliche E-Mails beantworteten, sind es inzwischen 55 Prozent. Somit ist nur jeder vierte Urlauber zwischen den Jahren für niemanden beruflich zu erreichen.

Besonders Jüngere schalten komplett ab: Mehr als ein Drittel der Befragten unter 30 Jahren gibt an, zu Weihnachten weder dienstliche E-Mails noch Anrufe zu beantworten. Anders als in den Vorjahren, als Frauen im Weihnachtsurlaub noch deutlich öfter telefonisch für die Arbeit zur Verfügung standen und Männer sich häufiger komplett in ihre Höhle zurückgezogen haben, gibt es nach den aktuellen Umfrageergebnissen keine geschlechtsspezifischen Unterschiede mehr.

Experten: Keine allgemeine Erreichbarkeitspflicht

Die Rechtsanwaltskammer Koblenz weist darauf hin, dass Arbeitnehmer an Feiertagen in der Regel nicht für ihren Vorgesetzten erreichbar sein müssen. Die Ausnahme: Ist im Arbeits- oder Tarifvertrag beziehungsweise in einer Betriebsvereinbarung eine Rufbereitschaft vereinbart, müssen Mitarbeiter auch an Weihnachten den privaten Hörer abnehmen.

Eine solche Rufbereitschaft ist nach Angaben der Rechtsexperten üblicherweise genau festgelegt und wird finanziell entsprechend abgegolten. Ferner muss sie so organisiert sein, dass die Regelungen zur Ruhezeit und Nachtarbeit eingehalten werden und das gesetzlich erlaubte Arbeitspensum nicht überschritten wird.

Mit einer Rechtsschutzversicherung für den Ernstfall gerüstet sein

Meinungsverschiedenheiten mit dem Chef – beispielsweise zur Erreichbarkeit im Urlaub – oder dem Kollegen landen nicht selten vor Gericht. Das kann schnell teuer werden. Um in einem solchen Fall juristisch und finanziell auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie über den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung inklusive dem Baustein Arbeitsrechtsschutz nachdenken.

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(kro)

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