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Ausflug mit dem (Motor-)Rad: Mit dem Nachwuchs sicher unterwegs

31.03.2014 - 14:00

Der Frühling ist da. Viele Menschen zieht es jetzt an die frische Luft – per pedes oder auch auf zwei Rädern. Da darf natürlich auch der Nachwuchs nicht fehlen. Wenn Sie Ihren Sprössling auf dem Fahr- oder Motorrad mitfahren lassen wollen, sollten Sie ein paar Punkte beachten.

Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Kinder bis zu ihrem siebten Geburtstag in einem Kindersitz auf dem Rad von Mama oder Papa mitfahren. Dabei muss aber sichergestellt sein, dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter mit den Füßen nicht in die Laufräder geraten kann. Der Kindersitz sollte daher über geeignete Fußstützen verfügen. Alternativ können die Speichen mit einer Radverkleidung verdeckt werden.

Wichtig: Ihr Sprössling sollte während der Fahrradtour unbedingt einen Fahrradhelm tragen und im Kindersitz mit einem Gurt angeschnallt werden. Tipp: Ein guter Kindersitz sollte der Norm DIN EN 14344 genügen, die wichtige Sicherheitsanforderungen festlegt.

Wo der Kindersitz genau angebracht wird, bleibt Ihnen überlassen: Er kann etwa vor dem Lenker angebracht werden. Solche Sitze sind allerdings nur für Kinder zugelassen, die maximal 15 Kilo wiegen.

Alternativ dazu kann ein Kindersitz hinter dem Sattel oder zwischen Lenker und Fahrer angebracht werden. Wichtig: Ältere Geschwister dürfen das Nesthäkchen nur dann auf dem Fahrrad mitnehmen, wenn sie selbst bereits mindestens 16 Jahre alt sind.

Fahrradanhänger als Alternative

Eine weitere Möglichkeit für den Familien-Fahrradausflug bieten Fahrradanhänger. Auch hier gilt: Der kleine Passagier darf nur bis zum vollendeten siebten Lebensjahr mitfahren. Außerdem muss Ihr Sprössling im Anhänger in einem speziellen Sicherheitssitz mit geeigneten Anschnallgurten sitzen.

Möchten Sie einen Säugling im Fahrradanhänger mitnehmen, sollten Sie sicherstellen, dass er einen Sitzverkleinerer bietet oder darin Babyschalen angeschnallt werden können. Wichtig: Der Anhänger muss in jedem Fall mit eigenen Front- und Rückleuchten ausgestattet sein.

Wer beim Frühlingsausflug etwas mehr PS möchte, verzichtet gerne mal auf den Drahtesel und macht stattdessen das Motorrad startklar. Ein gesetzliches Mindestalter für Kinder als Sozius auf dem Bike gibt es nicht. Trotzdem sind auch hier ein paar Punkte zu beachten.

Damit überhaupt noch eine zweite Person auf dem Motorrad mitfahren darf, muss es einen Beifahrersitz und ein zweites Paar Fußstützen haben. Für Kinder unter sieben Jahren sind ein zusätzlicher Kindersitz und ein Fußschutz vor den Radspeichen vorgeschrieben. Ist Ihr Nachwuchs schon zu alt für den Kindersitz, aber kommt mit den Füßen noch nicht auf die Fußrasten, darf er leider nicht mitfahren.

Motorradhelmpflicht auch für Kinder

Ebenfalls nicht zu vergessen ist die Helmpflicht – egal, ob Ihr Sohn oder Ihre Tochter als Beifahrer auf dem Motorrad oder in einem Beiwagen mit „on tour“ ist. Im Handel sind spezielle Kinderhelme erhältlich.

Beherzigen Sie diese Vorschriften, steht einem vergnüglichen Familienausflug mit dem (Motor-)Rad nichts mehr im Wege. Kommt es im Straßenverkehr dennoch zu Auseinandersetzungen, sind Sie mit einem leistungsstarken Versicherungsschutz für verkehrsrechtliche Konflikte bestens abgesichert.

(kro)

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