0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Bitte lächeln - Arbeitszeugnis darf keinen schlecht gelaunten Smiley enthalten

14.10.2013 - 15:06

Verwendet ein Arbeitgeber in seiner Unterschrift beim Anfangsbuchstaben seines Namens für gewöhnlich ein lächelndes Smiley, darf er dieses bei der Unterzeichnung eines Arbeitszeugnisses nicht in ein Gesicht mit heruntergezogenen Mundwinkeln abändern. Das geht aus einem kürzlich veröffentlichen Urteil des Arbeitsgerichts Kiel hervor.

Im verhandelten Fall prangerte der Kläger unter anderem das negative Smiley in seinem Arbeitszeugnis an. Denn dieses könne beim Leser den Eindruck erwecken, dass der Arbeitgeber ihn durch die Hintertür schlecht bewerten wollte.

Seine Annahme begründete der Arbeitnehmer damit, dass sein Chef seine Korrespondenz grundsätzlich mit einem Smiley unterzeichne – allerdings mit einem lächelnden und somit positiven Symbol.

Arbeitsgericht gibt Klage statt

Keine negativen Symbole im Arbeitszeugnis!
Daher forderte der Kläger von seinem Vorgesetzten, auch sein Arbeitszeugnis mit dem positiv konnotierten Smiley zu unterzeichnen. Mit Erfolg: Das Kieler Arbeitsgericht gab ihm recht – der Arbeitgeber musste seine Unterschrift unter dem  Zeugnis entsprechend ändern.

Nach Ansicht der Richter hat ein Beschäftigter einen Anspruch darauf, dass sein Arbeitszeugnis keine Merkmale enthält, die unter Umständen etwas anderes ausdrücken als die Aussage, die aus dem Wortlaut hervorgeht.

Durch ein Smiley mit heruntergezogenen Mundwinkeln könne ein Leser des Zeugnisses jedoch den Eindruck bekommen, dass dahinter eine negative Aussage über den bewerteten Arbeitnehmer stecken könnte.

Mit einer Rechtsschutzversicherung auf Nummer sicher gehen

Konflikte mit dem Chef oder den Kollegen sind keine Seltenheit und enden schlimmstenfalls – wie in diesem Fall – vor Gericht. Das kann richtig teuer werden. Um in einem solchen Fall finanziell auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie über den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung inklusive dem Baustein Arbeitsrechtsschutz nachdenken.

Den passenden Tarif für eine Rechtsschutzversicherung nach Maß finden Sie unkompliziert und ohne großen Zeitaufwand mit dem Rechtsschutzversicherung Vergleich von CHECK24. Hierzu geben Sie einfach ein paar relevante Eckdaten in die Suchmaske ein und erhalten umgehend geeignete Versicherungsangebote angezeigt.

Haben Sie sich für eine Rechtsschutzversicherung entschieden, können Sie diese auf Wunsch direkt online abschließen. Sie möchten sich lieber alles nochmal in Ruhe überlegen? Kein Problem: Wir schicken Ihnen auch gerne unverbindlich ein Angebot per E-Mail und Post zu.

(kro)

Weitere Artikel: