0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Weihnachtsgeschenke besser nicht auf Pump kaufen (2)

11.12.2014 - 17:10

Durchschnittlich 460 Euro wollen die Deutschen laut einer aktuellen Erhebung in diesem Jahr für ein gelungenes Weihnachtsfest ausgeben – davon  alleine rund 220 Euro für Geschenke. Damit liegen die geplanten Ausgaben der Deutschen im Schnitt zwar um 50 Euro niedriger als im Vorjahr – dennoch reißen Weihnachtsgeschenke für Familie und Freunde bei vielen Verbrauchern schnell ein Loch in die Haushaltskasse. Den Kauf der Präsente über den teuren Dispokredit oder eine Händlerfinanzierung scheint daher eine schnelle und bequeme – meist leider nicht besonders glückliche – Lösung dieses finanziellen Engpasses.

Klar, wer schon im Laden steht und eine passende Aufmerksamkeit für Verwandte oder Freunde gefunden hat, will hinter die Geschenkesuche einen Haken machen – koste es was es wolle! Wie viele Verbraucher diesen Satz insbesondere in der Vorweihnachtszeit wörtlich nehmen, zeigt eine Umfrage des Unternehmens LifeFinance. Im Jahr 2013 überzogen gemäß deren Studie 75 Prozent der Deutschen ihr Girokonto, um für Weihnachten Geschenke zu kaufen, wenn die eigenen Ersparnisse diese Ausgaben nicht zuließen.

Weihnachtsgeschenke nicht über Dispokredit kaufen

Für Weihnachtsgeschenke das Konto zu überziehen kann teuer werden.
Die Überziehung des Girokontos lassen Banken sich jedoch fürstlich bezahlen: Laut einer Erhebung des Verbrauchermagazins Finanztest werden trotz der aktuellen Niedrigzinsphase in Deutschland im Schnitt 10,65 Prozent Zinsen für den Dispo fällig - und machen so aus jedem Geschenkeschnäppchen Wucher. Zum Vergleich: Ein Kleinkredit ab 500 Euro mit einer einjährigen Laufzeit ist über den kostenlosen Kreditvergleich von CHECK24 aktuell ab einem effektiven Jahreszins von nur 2,69 Prozent erhältlich.

Abgesehen von den besonders hohen Gebühren, die Verbraucher für den Dispokredit bezahlen, birgt die Überziehung des Girokontos im Vergleich zu Ratenkrediten ein hohes Verschuldungsrisiko: Während Kunde und Bank die Rückführung des Ratendarlehens bereits vor Auszahlung des Geldes in einem Tilgungsplan festhalten, bleibt es dem Verbraucher gewissermaßen selbst überlassen, in welcher Geschwindigkeit er seine Kontoüberziehung ausgleichen möchte. Daher ist das Risiko bei dieser Kreditart besonders hoch, dass Verbraucher ihre Schulden zu lange nicht tilgen und daher zu hohe Zinszahlungen leisten müssen.

Tipps gegen die Verschuldung an Weihnachten

Um eine Verschuldung grundsätzlich zu verhindern, sollten Verbraucher sich insbesondere bei begrenztem Budget bereits vor dem Shoppingausflug genau überlegen, wie viel Geld für bestimmte Geschenke ausgegeben werden soll. Machen Sie sich daher eine Liste, auf der Sie genau notieren, wie teuer das Geschenk für jeden einzelnen der Liebsten werden darf. Zudem wichtig: Nehmen Sie den Betrag, den Sie für Weihnachtsgeschenke ausgeben möchten in bar mit auf Ihre Einkaufstour. So verhindern Sie, allzu oft die Giro- oder Kreditkarte zu zücken und den Überblick über ihre Finanzen zu verlieren.

Grundsätzlich sollten Geschenke für die Verwandten und Freunde – so viel Freude sie auch bereiten – niemals die Ursache einer Verschuldung sein. Und wahrscheinlich möchte niemand in drei Jahren noch ein Geschenk abbezahlen, dass er zum diesjährigen Fest unter den Baum gelegt hat. (as)

Weitere Artikel: