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Schufa: Diese Löschfristen gelten für Ihre Einträge!

26.04.2013 - 11:18

Ein negativer Eintrag in der Schufa-Akte kann schnell zur Ablehnung des Kreditantrages bei der Bank führen. Oft reichen auch Kleinigkeiten, die bereits viele Jahre zurückliegen, um die Bonität des Antragstellers negativ zu beeinflussen. Wann die Schufa welche Daten wieder aus Ihrer Akte löscht, lesen sie hier!

Ob eine unbezahlte Rechnung, ein geplatzter Scheck oder gar Vollstreckungsbescheide oder Mahnverfahren – die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, speichert sehr viele Daten über Verbraucher und löscht diese oftmals auch nicht direkt, wenn Sie die Angelegenheit bereits zu den Akten gelegt haben.

Sofortige Löschung

Direkt nach der Kündigung werden Einträge über bestehende Girokonten oder Kreditkarten aus der Schufa-Akte gelöscht. Auch Informationen über Handyverträge streicht die Auskunftei unmittelbar nach der Kündigung des Mobilfunkvertrages aus der Kartei. Sollten Sie eine Bürgschaft für eine andere Person übernommen haben und diese im Anschluss kündigen, löscht die Schufa den Eintrag ebenfalls direkt wieder aus Ihrer Akte.

Achtung: Wenn Sie im Internet einen Kreditvergleich machen, melden einige Vergleichs-Portale den Vergleich als Kreditanfrage an die Schufa. Dieser Eintrag hat eine negative Auswirkung auf den Schufa-Score und kann im schlechtesten Fall zur Ablehnung Ihres Kreditantrages führen. Verbraucher, die sich über unseren Kreditvergleichsrechner über die aktuellen Darlehenskonditionen der Banken informieren, haben so etwas nicht zu befürchten: CHECK24 sendet der Schufa lediglich die Information „Konditionsabfrage“, die keine Auswirkung auf den Schufa-Score hat.

Löschung nach einem bis drei Jahren

Sollten Sie eine Selbstauskunft über ihren aktuellen Score bei der Schufa anfordern, wird das in ihrer Akte vermerkt und nach einem Jahr wieder gelöscht. Dieser Eintrag ist wertneutral und hat keinen negativen Einfluss auf ihren Schufa-Score.  Sollten Sie bei einer Bank einen Antrag auf einen Kredit, ein Girokonto oder eine Kreditkarte stellen, bleibt diese Information ebenfalls für ein Jahr in ihrer Schufa-Akte gespeichert – ganz egal, ob Ihrem Antrag stattgegeben wurde oder nicht.

Sollte ein Verbraucher sein eigenes Konto oder seine eigenen EC- oder Kreditkarten missbräuchlich benutzen und so die Bank oder andere Verbraucher täuschen, wird dieser Hinweis sogar für ganze drei Jahre in der Schufa-Auskunft gespeichert. Ebenfalls erst drei Jahre, nachdem ein Verbraucher seinen Kredit oder ein Bauspardarlehen vollständig zurückgezahlt hat, löscht die Schufa das Darlehen aus der Akte. Die gleiche Speicherfrist gilt auch für den Mitantragssteller des Kredites.

Schließt ein Verbraucher einen Leasingvertrag ab, bleibt der Eintrag über das Leasing drei Jahre nach Auslaufen des Vertrages in der Schufa-Akte vermerkt. Sollte ein Verbraucher nicht in der Lage sein, eine offene Rechnung zu begleichen und die Forderung wird in der Folge an ein Inkassounternehmen übergeben, wird dieser Vorfall ebenfalls für drei Jahre in der Akte des Schuldners gespeichert. Für den gleichen Zeitraum wird in der Akte vermerkt, wenn gegen eine Person ein Haftbefehl zur Erzwingung einer eidesstattlichen Erklärung vorliegt.

Löschung nach drei oder mehr Jahren

Sollte ein Verbraucher bei einem Insolvenzgericht seine Zahlungsunfähigkeit angeben, wird die Eröffnung des Insolvenzverfahrens für sechs Jahre in der Schufa-Akte vermerkt. Sollte das Insolvenzverfahren mangels Masse eingestellt werden, verbleibt der Vermerk über die Einstellung für weitere fünf Jahre in den Unterlagen der Schufa. Die Löschungsfrist für den Eintrag einer Restschuldbefreiung im Rahmen der Privatinsolvenz beträgt drei Jahre. Wurde das Insolvenzverfahren erfolgreich abgewickelt und das Verfahren aufgehoben, wird der Schufa-Eintrag über die Aufhebung des Verfahrens ebenfalls nach drei Jahren gelöscht.

Die Schufa selbst erklärt, dass es wegen der riesigen Datenmenge oft zu Verzögerungen in der Löschung einiger Daten kommen kann. Sollten Sie in Ihrer Selbstauskunft also fehlerhafte oder veraltete Einträge in Ihrer Schufa-Akte finden, schreiben Sie einen Brief mit Ihrem Anliegen an die Schufa. Die Auskunftei wird den Eintrag dann umgehend und kostenlos für Sie löschen.

(as)

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