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Schufa - die große Unbekannte auf dem Weg zum Ratenkredit

10.04.2013 - 17:41

Egal ob es die bequeme Ratenfinanzierung beim Online-Shopping ist, der neue Handyvertrag oder doch gleich ein Darlehen: Die Schufa-Abfrage wird von Unternehmen und Banken vor Abschluss derartiger Geschäfte immer durchgeführt. Doch was genau ist ein Schufa-Score, wem nutzt er und wie können Verbraucher trotz schlechtem Scoring doch an einen Kredit kommen? Wir klären auf!

Hinter dem Namen Schufa steckt die „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ – eine Auskunftei. Die Firma, die ihren Sitz in Wiesbaden hat, sammelt bestimmte Angaben über alle Bürger, die jemals in Deutschland wirtschaftlich tätig waren.

Zu diesen Informationen gehören neben den Kontaktdaten unter anderem Angaben über bestehende Konten oder Darlehen, abweichendes Zahlungsverhalten oder der Missbrauch von Konten und Kreditkarten. Bestimmte Einträge werden nach Ablauf einer gewissen Frist wieder aus der Schufa-Akte gelöscht. Nach eigenen Angaben verfügt die Auskunftei bei mehr als 90 Prozent aller gelisteten Bürger nur über positive Einträge.

Was ist der Schufa-Score?

Jeder bei der Schufa eingetragene Bürger verfügt über mindestens einen Schufa-Score – den sogenannten „Basis-Score“. Der Schufa-Basisscore bezeichnet einen allgemeinen Orientierungswert der in einer Prozentzahl angibt, wie hoch die Erfüllungswahrscheinlichkeit des Bürgers ist.

In Bezug auf die Kreditvergabe gibt der Basisscore also prozentual an, wie wahrscheinlich es ist, dass der Schuldner das Darlehen fristgerecht und wie vereinbart an die Bank zurückzahlen wird. Der Schufa-Basisscore wird alle drei Monate, etwa eine Woche nach Quartalsbeginn neu berechnet. Verbraucher können ihren Basisscore einmal im Jahr durch die sogenannte Selbstauskunft kostenlos abfragen.

Zusätzlich kann die Auskunftei auch andere Scores über eine Person erstellen, diese werden als „Branchenscores“ bezeichnet. Sie sind abhängig von dem Informationsbereich, der für das Unternehmen relevant ist, das den Score anfordert.

Wem nutzt der Schufa-Score?

Der Schufa-Score ist für Banken und Unternehmen, aber auch für Verbraucher sinnvoll. Erhält der Käufer bei einem Geschäft die Ware einige Zeit bevor er sie bezahlen muss, geht das Unternehmen ein Risiko ein. Genauso verhält es sich bei der Kreditvergabe oder dem Abschluss von Handy-Verträgen: Bei jedem dieser Beispiele geht der Verkäufer zunächst in Vorleistung – er muss sich also sicher sein können, dass der Kunde die Ware auch im Anschluss bezahlt beziehungsweise den Kredit fristgerecht tilgt.

Durch die Einholung des Schufa-Scores kann der Händler sich vergewissern, ob der Kunde vertrauenswürdig ist. Wenn er eine gute Bonität hat, bekommt der Kunde die Waren problemlos verkauft oder das Darlehen gewährt. Vor allem bei der Kreditvergabe profitiert der Verbraucher von der Schufa-Abfrage: Dadurch, dass die Banken in einer standardisierten Onlineabfrage den Schufa-Score des Antragstellers prüfen, bekommt der Verbraucher innerhalb weniger Minuten Bescheid, ob die Bank ihm einen Kredit gewährt oder nicht.

Würde die Bank sich diese Information direkt über den Verbraucher einholen, würde dieses Verfahren einige Wochen oder gar Monate in Anspruch nehmen. Das vereinfachte Verfahren kommt am Ende dem Kunden zugute: Dadurch, dass die Prozesse in den Banken automatisiert und zügig ablaufen, spart die Bank Geld und Zeit – der Kunde bekommt günstigere Konditionen für die angebotenen Leistungen.

Trotz schlechten Scorings einen Kredit bekommen – so geht’s!

Wird der Kreditantrag von der Bank abgelehnt, liegt das nicht selten an dem zu schlechten Schufa-Score des Antragsstellers: Der Bank ist die Vergabe des Geldes zu unsicher. Sie muss davon ausgehen, dass der Schuldner nicht in der Lage ist, das Darlehen fristgerecht und wie vereinbart zurückzuzahlen.

Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter von Krediten, die aus der Not dieser Verbraucher Kapital schlagen wollen: Sie bieten sogenannte „Kredite ohne Schufa“ an. Bei diesen Angeboten ist jedoch äußerste Vorsicht geboten, denn neben den exorbitant hohen Zinsen, die für diese Kredite fällig werden, fallen Verbraucher bei Schufa-freien Krediten meist Betrügern in die Hände! Diese Gauner verlangen oft hohe Vorabgebühren – zur Auszahlung des Kreditbetrages kommt es im Anschluss meist nicht.

Eine legale Variante, die Annahmewahrscheinlichkeit des Kreditantrages bei der Bank zu erhöhen, ist es, den Kredit nicht als Einzelperson zu beantragen, sondern die Anfrage gemeinsam mit einer zweiten Person zu stellen. Durch das zusätzliche zweite Einkommen hat die Bank eine höhere Sicherheit, dass das Darlehen fristgerecht getilgt wird - und stimmt der Kreditvergabe mit höherer Wahrscheinlichkeit zu.

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(as)

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