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Restschuldversicherung - diese Kreditnehmer werden meist nicht versichert

10.09.2013 - 12:41

Die Restschuldversicherung (RSV) ist eine freiwillige Zusatzversicherung, die Kreditnehmer und deren Angehörige schützt: Bei einer möglichen Zahlungsunfähigkeit übernimmt die Versicherung für einen bestimmten Zeitraum die fälligen Tilgungsraten und entlastet damit den Schuldner und seine Angehörigen. Kreditnehmer können sich über eine RSV beispielsweise gegen einen Zahlungsausfall aufgrund von Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit oder Tod versichern lassen. Da die RSV die Kreditkosten erheblich verteuert, stehen viele Schuldner dieser Absicherung kritisch gegenüber.

Doch nicht nur Kreditnehmer hinterfragen den Abschluss einer RSV meist – auch die Versicherungen selbst haben Bedenken, bestimmte Kundengruppen gegen einen Zahlungsausfall abzusichern. Wer überhaupt eine RSV abschließen kann und welche Kundengruppen die Versicherungen ablehnen, haben wir zusammengefasst.

Diese Berufsgruppen werden nicht gegen Kreditausfall versichert

Es gibt bestimmte Berufsgruppen, die einige Versicherungen aus verschiedenen Gründen komplett vom Abschluss einer RSV ausschließen. Zeitsoldaten, Berufssoldaten und Angestellte im Ausland können sich bei einigen Versicherungen weder gegen Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit noch für den Todesfall versichern. Der Grund hierfür ist denkbar einfach: Bei diesen Verbrauchergruppen besteht ein deutlich höheres Berufsrisiko als bei normalen Angestellten und Arbeitern. Diverse Versicherungen möchten dieses Risiko nicht eingehen und lehnen diese Kreditnehmer daher kategorisch ab.

Andere Berufsgruppen, wie beispielsweise Kreditnehmer in Elternzeit, Auszubildende, Rentner, Arbeitslose und Studenten können beim Kreditabschluss häufig keine RSV abschließen, da der mögliche Kreditausfall bei dieser Verbrauchergruppe besonders hoch ist. Viele Angehörige dieser Berufsgruppen verfügen nicht über eine unbefristete Arbeitsstelle und ein ausreichendes Gehalt, um neben den fälligen Tilgungsraten den zusätzlich anfallenden Versicherungsbeitrag zu bezahlen.

Eine große Gruppe der Kreditnehmer kann sich bei der Aufnahme eines Darlehens nicht gegen eine mögliche Arbeitslosigkeit absichern. Beamte sind aufgrund ihres besonderen Arbeitsverhältnisses beispielsweise in der Regel von dieser Versicherungsleistung ausgenommen. Selbstständige und Freiberufler können sich zudem oftmals nicht gegen einen möglichen Verlust des Arbeitsplatzes absichern: Für einige Versicherungen ist die Wahrscheinlichkeit einer Arbeitslosigkeit dieser Schuldner zu hoch.

Zu alt für die Kreditversicherung?

Der Abschluss einer Restschuldversicherung ist nicht nur stark von der Berufsgruppe des Kreditnehmers abhängig – ähnlich unübersichtlich ist die Möglichkeit zur Restschuldversicherung auch bei Kreditnehmern ab einer bestimmten Altersgruppe: Während einige Banken von Schuldner einer bestimmten Altersgruppe den Abschluss der Versicherung verlangen, sind diese älteren Kreditnehmer bei anderen Banken und deren Versicherungspartnern vom Abschluss der RSV ausgeschlossen.

Die Versicherung eines Schuldners gegen den möglichen Verlust des Arbeitsplatzes oder Arbeitsunfähigkeit ist bei einigen Versicherungen ab einem Alter von 65 beziehungsweise 67 Jahren bei Laufzeitende ausgeschlossen. Kreditnehmer, die mit der Bank eine komplette Rückzahlung des Darlehens erst im Alter von 75 Jahren vereinbaren, können sich zudem meist nicht gegen einen möglichen Todesfall während der Tilgungsphase versichern. Diese Schuldner müssen das Risiko eines möglichen Kreditausfalles komplett selbst tragen.

Übrigens: Kreditnehmer, die über eine ausreichende Risikolebensversicherung verfügen, können sich den Abschluss einer Restschuldversicherung meist sparen – sämtliche in der RSV abgedeckten Leistungen sind bereits über die Risikolebensversicherung versichert.

(as)

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