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Was Sie bei einer Restkreditversicherung beachten sollten

28.12.2012 - 17:37

Wenn Sie einen Ratenkredit aufnehmen, können Sie den Geldbetrag mit einer Restschuldversicherung absichern. Verstirbt der Kreditnehmer, sichert die Police die Fortführung der Ratenzahlungen. Darüber hinaus gibt es Tarife, mit denen Sie sich und Ihre Familie optional auch vor Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit, etwa durch unfallbedingte Invalidität, schützen können. Der Nachteil: Die Restkreditversicherung ist oft sehr kostspielig. Der Abschluss ist deshalb nicht in jedem Fall zu empfehlen.

Die Restschuldversicherung ist eine spezielle Form der Risikolebensversicherung. Bei dem Produkt verringert sich während der Vertragslaufzeit der abgesicherte Kreditbetrag, da auch die Restschuld des Ratenkredits sinkt. Tritt der Schadensfall ein, übernimmt die Police die fristgerechte Rückführung des Darlehens.

Was im ersten Moment vielversprechend klingt, entpuppt sich in einigen Fällen aber als Kostenfalle: Denn die Restschuldversicherung erhöht die Gesamtkosten des Ratenkredits in vielen Fällen erheblich. Viele Banken verrechnen die Versicherungsprämie als Einmalsumme auf den Kreditbetrag. Somit wird die Versicherung über die Verbindlichkeit mitfinanziert.

Worauf sollten Sie bei der Kreditausfallversicherung achten?

Damit Sie nicht zu viel für die Versicherung zahlen, ist ein Vergleich der Anbieter empfehlenswert. Angesichts der Tatsache, dass mit der Police zusätzliche Kosten von mehreren tausend Euro einhergehen, sollten Sie die Wahl mit Bedacht treffen. Die meisten Banken bieten zwar in Verbindung mit dem Ratenkredit auch eine Restschuldversicherung an, doch diese ist nicht immer die günstigste. Sie können die Police ebenso bei einer Versicherungsgesellschaft Ihrer Wahl abschließen.

Sollten Sie bereits eine Risikolebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung besitzen, ist eine Restkreditversicherung nicht unbedingt erforderlich. Prüfen Sie im Vorfeld, ob der Versicherungsschutz im Ernstfall dafür ausreichen würde.

Wegen den hohen Kosten ist eine Kreditausfallversicherung nur zu empfehlen, wenn Sie hohe Beträge ausleihen und Risiken durch die Lebens- und Einkommenssituation bestehen. Haben Sie beispielsweise Kinder und sind der einzige Geldverdiener in der Familie, kann eine Absicherung des Kredits sinnvoll sein. Sind dagegen beide Ehepartner berufstätig, ist eine Restschuldversicherung oft nicht erforderlich. Verliert einer von beiden seine Anstellung, könnte der andere nämlich die Kosten des Ratenkredits übernehmen.

Die Kündigung der Restkreditversicherung

Bei der Kündigung einer Restschuldversicherung muss zwischen verbundenen – Ratenkredit und Versicherung werden gemeinsam aufgenommen – und einzelnen Verträgen unterschieden werden. Die Bestimmungen einer vorzeitigen Vertragsauflösung hängen zudem von den vereinbarten Bedingungen ab. Wenn die Bank eine vorzeitige Kündigung gestattet, können Sie jederzeit von Ihrem Recht Gebrauch machen und sich von der Police lösen. Besteht keine Kündigungsmöglichkeit, müssen Sie entweder den kompletten Ratenkredit kündigen und umschulden oder den Vertrag bis zum Ende der Laufzeit bedienen.

Wenn Sie den Ratenkredit vorzeitig zurückzahlen, ist eine rasche Kündigung der Restschuldversicherung ratsam. Ist die Versicherungsprämie als Einmalbetrag auf die Darlehenssumme angerechnet, sollten Sie nach einer Empfehlung der Verbraucherzentrale Thüringen den Versicherungsbetrag, den Sie noch nicht verbraucht haben, zurückfordern. Andenfalls müssten Sie unter Umständen Verluste der Einmalprämie in Kauf nehmen.

(sb)

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