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KfW-Studienkredit als Finanzierungschance

23.09.2013 - 16:15

Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters in wenigen Tagen stellt sich vielen Studenten die Frage, wie die Hochschulausbildung finanziert werden kann: Laut einer aktuellen Erhebung der Stiftung Warentest gibt jeder deutsche Student pro Monat durchschnittlich 570 Euro für Wohnung, Lehrbücher, Kleidung, Versicherung etc. aus. Während sich viele Studierende mit Zuschüssen der Eltern, BAföG oder einem Nebenjob über Wasser halten können, sind einige Hochschüler auf andere Geldquellen angewiesen.

Damit sich Studenten neben WG-Suche, verwirrenden Lehrplänen und Studentenpartys komplett auf das Studium konzentrieren können, sorgen wir für Klarheit im Kredite-Dschungel: Denn nur mit einer günstigen Finanzierung der Hochschul-Ausbildung wird das Studium kein finanzieller Albtraum. Da die staatliche Studienunterstützung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG, in den letzten Jahren stetig abgenommen hat, haben sich private und staatliche Geldhäuser verstärkt dieser Zielgruppe angenommen und bieten spezielle Studienkredite an. Diese günstigen Darlehen können jedoch nur Studenten aufnehmen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Staatliche Studienförderung – der KfW-Studentenkredit

Die günstigsten Finanzierungsangebote für Studenten bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an. Diese staatliche Förderbank bietet einen speziellen Studienkredit, der sowohl für das Erst- und Zweitstudium, als auch für postgraduale Studien, beispielsweise Masterstudiengänge, und die Promotion aufgenommen werden kann. Den günstigen Studentenkredit der KfW-Bank können deutsche Staatsbürger und EU-Staatsangehörige aufnehmen, die seit mindestens drei Jahren ständig in Deutschland leben. Zudem wird das Darlehen an sogenannte Bildungsinländer vergeben, also ausländische Studenten, die eine Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland oder an einer deutschen Auslandsschule erworben haben.

Je nach Finanzierungsbedarf können sich Studenten von der KfW-Bankengruppe mit monatlichen Finanzspritzen zwischen 100 und 650 Euro unterstützen lassen. Jeweils zum Semesterbeginn, also zum ersten April und Oktober, können die monatlichen Zahlungen an die persönlichen Bedürfnisse angepasst und die Höhe der Zahlungen verändert werden. Im Gegensatz zu den Darlehen von anderen Banken müssen Studenten bei der Aufnahme des KfW-Studienkredites keine Sicherheiten hinterlegen. Zudem wird dieses Darlehen unabhängig vom eigenen Vermögen, dem Einkommen der Eltern oder BAföG-Zahlungen vergeben. Die Zinsen, die für dieses subventionierte Darlehen fällig werden, werden ebenfalls pro Semester festgelegt, sind jedoch meist deutlich günstiger als vergleichbare Darlehen von privaten Banken. Führt die Hochschul-Ausbildung den Studenten für einige Zeit ins Ausland, ist eine Finanzierung dieser Studienphase ebenfalls möglich, falls der Student in diesem Zeitraum ebenfalls an der deutschen Hochschule immatrikuliert ist.

Tilgung des Studienkredites mit Zahlungspause

Bei Förderkrediten für das Erst- oder Zweitstudium können Hochschüler den KfW-Studienkredit je nach Bedarf zwischen sechs Monate und sieben Jahre in Anspruch nehmen. Studenten, die das subventionierte Darlehen für einen postgradualen Studiengang nutzen, können die finanzielle Unterstützung maximal drei Jahre beziehen. Im Anschluss an diese Auszahlungsphase kann eine Zahlungspause zwischen sechs und 23 Monaten eingesetzt werden. Im Anschluss beträgt die Tilgungsphase, je nach Höhe der monatlichen Rückzahlungsrate, maximal 25 Jahre.

Die günstigen Studienkredite der KfW-Banken können jedoch nicht direkt bei der Förderbank gestellt werden: Zusammen mit dem Kreditantrag müssen förderberechtige Studenten den Antrag auf den subventionierten Kredit also über eine private Bank einreichen. Studenten, die nicht KfW-förderberechtigt sind, sollten sich über einen Kreditvergleich genau informieren, zu welchen Konditionen andere Geldhäuser spezielle Kredite für Studenten ausgeben. Diese Darlehen sind in der Regel nicht an strikte Vergaberegelungen gebunden, werden oftmals jedoch zu teureren Zinsen vergeben.

Die Kreditaufnahme zur Finanzierung des Studiums ist eine Entscheidung, die Hochschüler genau planen und überdenken sollen. Insbesondere die Höhe der benötigten Geldsumme und dessen Verwendung sollten sich Studenten vor der Aufnahme eines Darlehens sehr gründlich überlegen! Nur durch einen Vergleich der Konditionen und Angebote verschiedener Einrichtungen und Banken können Studierende das beste Angebot für ihren Hochschulabschluss finden.

Tipp: Verschiedene Bundesländer bieten Studenten auch ein spezielles Studienbeitragsdarlehen an. Diese günstigen Kredite werden jedoch nur vergeben, wenn im gleichen Bundesland eine Studiengebührenpflicht besteht. Daher stehen diese Kredite, die ebenfalls von der staatlichen KfW-Bank vergeben werden, nur wenigen Studenten zur Verfügung.

(as)

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