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Diese Daten fließen in die Schufa-Akte ein

27.06.2013 - 14:16

Dass die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung – kurz Schufa – bei der Kreditvergabe eine wichtige Rolle spielt, hat sich inzwischen herumgesprochen. Doch welche Informationen über jeden einzelnen von uns in der Wirtschaftsauskunftei gespeichert sind, wissen nur die wenigsten. Wir haben alle Informationen für Sie zusammengetragen.

Die Schufa selbst erhebt und ermittelt keine Daten über Verbraucher. Diese erhält die Auskunftei lediglich über öffentliche Schuldnerverzeichnisse, Bekanntmachungen und von ihren Vertragspartnern. Zu diesen Partnern gehören neben Banken und Kreditinstituten auch Handel- und Versandhandelsunternehmen, Versicherungen und Telekommunikationsunternehmen.

Das weiß die Schufa über uns

Über jeden Bürger in Deutschland, der bereits wirtschaftlich aktiv war, sind in der Schufa personenbezogene Daten gespeichert. Dazu gehören der Name, das Geburtsdatum und gegebenenfalls auch der Geburtsort. Zudem wird in der Akte die aktuelle Anschrift des Verbrauchers gespeichert. Laut Auskunft der Schufa werden auch frühere Adressen gespeichert, um eine einwandfreie Identifikation der Person zu gewährleisten. Zudem ist unter den allgemeinen Informationen der sogenannte Schufa-Basisscore gespeichert.

Neben diesen grundsätzlichen Informationen speichert die Schufa auch Daten zu vorhandenen Bankkonten oder Kreditkarten. Sollten Verträge mit Leasingunternehmen oder Mobilfunkanbietern vorliegen, sind auch diese in der Schufa-Akte des Verbrauchers gespeichert. Je nachdem, um welche Art von Information es sich handelt, bleibt ein Hinweis auch nach Beendigung des Geschäftsverhältnisses in der Schufa bestehen. Sämtliche Konten bei Versandhäusern, sowie Ratenzahlungen auf Einkäufe sind zudem in der Schufa-Akte des Verbrauchers verzeichnet.

Sollte der Verbraucher aktuell oder in der Vergangenheit einen Kredit bei einer Bank aufgenommen haben oder als Bürge für den Kredit eines anderen eingetreten sein, wird auch dies als Vermerk in der Schufa-Akte gespeichert. Sollte es in der Vergangenheit des Verbrauchers zu Zahlungsausfällen bei Krediten oder der Bezahlung von Rechnungen gekommen sein, hat dies einen negativen Einfluss auf den Schufa-Score des Verbrauchers und wird ganze drei Jahre gespeichert.

Diese Informationen hat die Schufa nicht

Die Schufa speichert über jeden Verbraucher eine ganze Menge Daten – sie hat beispielsweise jedoch keine Informationen zum aktuellen Vermögen oder dem Einkommen der jeweiligen Person. Daher muss der Verbraucher sein Gehalt und seine finanzielle Situation bei der Beantragung eines Kredites in Form von Gehaltsnachweisen, Kontoauszügen und einer Selbstauskunft belegen.

Die Auskunftei hat außerdem keinerlei Informationen über den Beruf, Familienstand oder die Nationalität des Verbrauchers. All diese Daten werden bei einer Kreditanfrage von der Bank oder dem Kreditvermittler selbst abgefragt.

(as)

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