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Was bedeutet die angegebene Zinsspanne im Ratenkredit-Vergleich?

06.08.2013 - 16:04

Über unseren kostenlosen und unverbindlichen Kreditrechner finden Verbraucher innerhalb weniger Minuten den günstigsten Ratenkredit für ihren Finanzierungswunsch. Viele Verbraucher sind irritiert, dass der effektive Jahreszins im Vergleichsergebnis in einer Zinsspanne angegeben wird. Warum das so ist, erklären wir Ihnen jetzt!

Der effektive Jahreszins ist einer der wichtigsten Faktoren beim Kreditvergleich: Im Gegensatz zum Sollzins gibt er die tatsächlichen Kosten an, die auf den Verbraucher bei der Tilgung des Darlehens zukommen. Im Vergleichsergebnis wird der Effektivzins als Spanne angegeben, da viele Banken ihre Ratenkredite zu bonitätsabhängigen Zinsen vergeben.

Ratenkredit mit bonitätsabhängigen Zinsen

Ein bonitätsabhängiger Zinssatz bedeutet, dass die  Kreditwürdigkeit beziehungsweise Bonität des Antragsstellers ausschlaggebend dafür ist, wie hoch die fälligen Darlehenszinsen sind, die dieser Kunde bei der Rückzahlung des Darlehens an die Bank zahlen muss: Je besser die Kreditwürdigkeit des Kunden ist, desto niedriger sind auch die Kreditzinsen, die dieser Verbraucher an die Bank zahlen muss.

Die Kreditwürdigkeit eines Kunden kann die Bank jedoch erst bestimmen, wenn der Verbraucher verschiedene Angaben in die Antragsstrecke unseres Kreditvergleiches eingegeben hat. Nachdem der Kunde hier Angaben zu seinem Einkommen und seinen regelmäßigen Ausgaben gemacht hat, kann die Bank die Bonität des Verbrauchers über ein standardisiertes Online-Prüfverfahren ermitteln. Zudem zieht die Bank zur Ermittlung der Kreditwürdigkeit des Verbrauchers Informationen von Wirtschaftsauskunfteien wie der Schufa hinzu.

In der Schufa-Akte findet das Geldhaus Informationen dazu, ob der Verbraucher bereits einen Kredit bei einer anderen Bank tilgt. Außerdem erfährt die Bank so, ob der Kunde in der Vergangenheit Schwierigkeiten bei der Bezahlung seiner Schulden hatte. Zudem prüft die Bank die Kundenbonität erneut gründlich, wenn der Kreditantrag mit Gehaltsabrechnungen und Kontoauszüge in der Bank eingegangen ist.

Um dem Verbraucher einen besseren Vergleich der verschiedenen Kreditangebote zu ermöglichen, sind Banken gemäß §6 PangV dazu verpflichtet, in einem repräsentativen Rechenbeispiel den sogenannten Zwei-Drittel-Zins auszuweisen. Er beschreibt denjenigen Zinssatz, den zwei Drittel der Kunden dieser Bank bei der Aufnahme eines derartigen Darlehens bezahlen mussten. In unserem Vergleichsrechner finden Verbraucher diesen gleich rechts neben den Kreditkonditionen der einzelnen Banken.

Das Zinsniveau wird von vielen Faktoren beeinflusst

Doch die Zinsen sind nicht ausschließlich von der Bonität des potentiellen Kreditnehmers abhängig. Neben der Kreditwürdigkeit bestimmen auch die Höhe des Darlehens und die Laufzeit, in der der Schuldner die komplette Kreditsumme an die Bank zurückzahlen muss, die Höhe der fälligen Kreditzinsen. Einige Banken binden bestimmte Zins-Angebote auch an eine gewisse Kredithöhen-Laufzeit-Kombination. Das bedeutet, dass nur der Kunde, der eine bestimmte Darlehenssumme in einer vorgegebenen Laufzeit tilgt, die Möglichkeit hat, einen Sonderzins von der Bank zu erhalten.

Welchen Zinssatz die Bank endgültig für ein bestimmtes Darlehensangebot verlangt, findet der Verbraucher im Kreditantrag, den er von der Bank zugeschickt bekommt. Hier sind zudem sämtliche weiteren Eckdaten des Darlehens festgehalten: Laufzeit, Kreditsumme, Zinsniveau und mögliche anfallende Zusatzgebühren.

Aber Vorsicht: Dieser Zinssatz ist für die Bank nicht verbindlich. Sollte der Verbraucher in der Antragsstrecke des Kreditvergleiches falsche Angaben zu seiner finanziellen Situation gemacht haben, hat die Bank das Recht, den angegebenen Zinssatz im Nachhinein noch zu verändern oder den Kreditantrag komplett abzulehnen. Es lohnt sich daher niemals, in der Antragsstrecke falsche Angaben zu machen.

(as)

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