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Weniger Beschwerden bei der privaten Krankenversicherung

22.06.2015 - 15:24

Die Zahl der Beschwerden von privat Krankenversicherten ist das dritte Jahr in Folge zurückgegangen. Das geht aus dem aktuellen Tätigkeitsbericht des Ombudsmanns der privaten Krankenversicherung (PKV) hervor.

Demnach haben sich im vergangenen Jahr insgesamt 5.875 Versicherte über ihre private Versicherung beschwert. Hierzu zählen Krankenvollversicherungen, Krankenzusatzversicherungen sowie private Pflegeversicherungen. Im Jahr 2013 lag die gesamte Zahl der Beschwerden noch bei 5.984 – damit haben sich 1,2 Prozent weniger Versicherte über ihren Anbieter beschwert als noch im Vorjahr.
 
Die meisten Beschwerden in der privaten Krankenversicherung beziehen sich mit rund 22 Prozent auf die Frage, ob eine bestimmte Behandlung medizinisch notwendig ist und damit von der Versicherung erstattet werden muss. Knapp dahinter folgen Beschwerden über die Höhe der erstattungsfähigen Gebühren (19 Prozent). Das liegt nach Angaben des Ombudsmanns unter anderem an den teilweise hoch gegriffenen Forderungen der Ärzte und Zahnärzte.
 
Über Fragen der Vertragsauslegung beschwerten sich 13 Prozent der Versicherten. Hohe Beiträge oder starke Beitragserhöhungen spielen bei den Beschwerden hingegen kaum eine Rolle: Nur rund jeder Fünfzigste beschwerte sich darüber.
 

Beispiel aus der Praxis: Falscher Alarm löst Rettungseinsatz aus

Helfer seilt sich von Rettungshubschrauber ab
Eine Beschwerde drehte sich um die Kosten eines Hubschrauber-Einsatzes.
Seit letztem Jahr ist der ehemalige FDP-Staatssekretär Heinz Lanfermann Ombudsmann der PKV. Er gibt in seinem Bericht auch beispielhafte Einblicke in die Beschwerden, die ihn erreichen.
 
So löste ein Ehemann aus Sorge um seine Frau einen Hubschrauber-Einsatz aus. Nachdem die Frau zum Baden in einen See gegangen war und lange Zeit nicht zurückkehrte, alarmierte der Mann die Rettungsstelle.

Per Hubschrauber wurde daraufhin nach der Frau gesucht. Diese tauchte später wohlbehalten auf – es blieb die Rechnung für den Rettungshubschrauber.
 
Obwohl die private Krankenversicherung keine Leistungen für die Suche nach einer vermissten Person vorsah, kam die Versicherung dem besorgten Ehemann entgegen. Sie übernahm freiwillig einen Teil der Kosten für die teure Suchaktion.
 
(mst)

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