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Private Krankenversicherung: Diskussion über Ende der Benachteiligung von Adoptivkindern

25.09.2012 - 17:58

Familien mit Adoptivkindern könnten künftig beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung bei einigen Anbietern keine Ungleichbehandlung mehr gegenüber Familien mit leiblichen Kindern erfahren. Die große Empörung von Adoptiveltern und ihrer Interessenvertreter über die Ungleichbehandlung ist bei einigen Versicherern auf offene Ohren gestoßen.

Wie dem Internetauftritt der Financial Times Deutschland zu entnehmen ist, wollen einige Versicherer in Zukunft keinen Unterschied mehr zwischen leiblichen und angenommenen Kindern machen und dementsprechend auf einen Risikozuschlag für Adoptivkinder verzichten. Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Einführung der Unisex-Tarife sei eine solche Ungleichbehandlung nicht mehr zeitgemäß, wird ein Sprecher der Debeka zitiert. Neben der finanziellen Benachteiligung solle auch die Ungleichbehandlung bei der Gesundheitsprüfung überprüft werden, so der Sprecher.

Laut Angaben der Wirtschaftszeitung müssen Erziehungsberechtigte von Adoptivkindern bislang häufig enorme Zuschläge für die private Krankenversicherung ihrer Schützlinge zahlen. Bis zu 100 Prozent auf die übliche Versicherungsprämie für leibliche Kinder werden mitunter von den Assekuranzen in Rechnung gestellt, sofern das adoptierte Kind bereits unter Vorerkrankungen leidet. Begründet wird diese Vorgehensweise häufig damit, dass angenommene Kinder in vielen Fällen bereits bei der Adoption Krankheiten aufweisen würden.

Doch nicht nur im Hinblick auf den Versicherungsbeitrag werden Familien mit adoptierten Kindern häufig anders behandelt als Eltern mit leiblichen Kindern; auch im Vorfeld des Vertragsabschlusses gibt es mitunter merkbare Unterschiede. Leibliche Kinder können im Regelfall direkt nach der Geburt von ihren Eltern bei der Assekuranz angemeldet werden ─ und das ohne jegliche Gesundheitsprüfung, Wartezeiten oder Risikoaufschläge. Sie genießen sofortigen Versicherungsschutz in demselben Leistungsumfang wie ihre Eltern.

Bisher deutliche Benachteiligung von Adoptivkindern

Wer hingegen eine private Krankenversicherung für sein Adoptivkind abschließen oder es in den eigenen bestehenden Vertrag aufnehmen möchte, muss bis dato zumeist eine Gesundheitsprüfung des Kindes in Kauf nehmen. Bei der Gesundheitsprüfung soll durch sogenannte Gesundheitsfragen und/oder ärztliche Untersuchungen festgestellt werden, ob Vorerkrankungen vorliegen.

 

Manche Versicherungsanbieter verlangen zudem Einsicht in die Adoptionsunterlagen sowie Belege der ärztlichen Kindervorsorgeuntersuchungen. Dieses Prozedere sei eine „klare Diskriminierung von Adoptiveltern“, äußerte sich eine Sprecherin des Pflege- und Adoptivelternvereins Baden-Württemberg (PFAD) gegenüber der Financial Times. Schließlich könnten auch leibliche Kinder im Verlauf ihres Lebens krank werden.

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(kro)

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