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Kurz erklärt: Die Alterungsrückstellungen in der PKV

03.07.2015 - 09:00

Die Alterungsrückstellungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) sollen für stabile Beiträge im Alter sorgen. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

In der privaten Krankenversicherung werden Alterungsrückstellungen aufgebaut.
In der privaten Krankenversicherung wirken Alterungsrückstellungen den höheren Gesundheitskosten im Alter entgegen.

Anders als gesetzlich Versicherte bauen privat Krankenversicherte Rücklagen für das Alter auf. Dazu fließt ein Teil der monatlichen Beiträge in die Alterungsrückstellungen – umgangssprachlich auch Altersrückstellungen genannt. Diese Rückstellungen dienen dazu, die Beiträge im Alter möglichst stabil zu halten. Im Alter, wenn die Kosten für Behandlungen und Krankenhausaufenthalte steigen, werden die Alterungsrückstellungen aufgelöst, um die höheren Kosten aufzufangen.
 
Aus aktuellen Zahlen des PKV-Verbands geht hervor, dass sich die Rückstellungen im vergangenen Jahr auf insgesamt 202 Milliarden Euro summierten. Dabei waren die Alterungsrückstellungen in der Krankenversicherung 174 Milliarden Euro hoch, in der privaten Pflegeversicherung 28 Milliarden Euro.
 

Was passiert bei einem Wechsel

 
Wechselt man die Versicherung, nimmt man die Alterungsrückstellungen teilweise mit. Hat man seine private Krankenversicherung seit dem Jahr 2009 abgeschlossen, überträgt der Versicherer eine Alterungsrückstellung, die in etwa der Rückstellung für einen Basistarif entspricht. Wechselt man innerhalb der gleichen Gesellschaft in einen anderen Tarif, behält man seine Rückstellungen für das Alter in voller Höhe.
 
Zinsen, die der Versicherer am Kapitalmarkt erwirtschaftet, erhöhen die Alterungsrückstellungen. Hinzu kommen Gewinne aus Vererbungen: Falls Versicherte in die gesetzliche Versicherung wechseln, ins Ausland gehen oder versterben, werden ihre Rückstellungen auf die anderen Versicherten in diesem Tarif verteilt.
 
Die Alterungsrückstellungen sind dabei nicht als Beitragsgarantie zu verstehen. Sie tragen aber dazu bei, die Beiträge zur privaten Krankenversicherung auch im Alter stabil zu halten.

(mst)

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