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Windows 10 - die wichtigsten Neuerungen des Betriebssystems im Überblick

11.05.2015 - 13:48

Nach der 8 kommt die 10 – oder etwa nicht? Warum genau Microsoft für sein neues Betriebssystem eine Nummer auslässt, können wir Ihnen leider auch nicht sagen. Dafür haben wir einen Überblick, welche neuen Funktionen Windows 10 für Sie bereit hält und wie beziehungsweise wann Sie auf das neue Betriebssystem wechseln können.

Windows 10 Geräte
Windows 10 soll alle Geräteklassen verbinden. (Bild: Microsoft)

Vom Smartphone bis zur Xbox – Windows 10 kommt auf allen Plattformen

Einer für alle – Windows 10 wird nicht nur das neue Betriebssystem für PC-Anwender. Microsoft stellt alle seine Geräte auf ein Betriebssystem um und liefert damit endlich geräteübergreifend ein einheitliches System, ob Smartphone, Laptop, PC, Tablet oder Xbox. Das Betriebssystem erkennt in Zukunft automatisch das aktuelle Eingabegerät und passt die Oberfläche entsprechend an. Inhalte wie Kontakte, Apps oder Favoriten bleiben bei allen Geräten erhalten.

Stichwort Cortana: Doch nicht nur ein Spiel?

Mit Cortana wird ein Videospiel zum Teil Realität. Spieler der Action-Spiel-Reihe „Halo“ sind der künstlichen Intelligenz Cortana bereits seit 2001 häufiger begegnet. Den Mitarbeitern von Microsoft, die zufällig auch Publisher der Serie sind, hat ihre virtuelle Begleiterin wohl so gut gefallen, dass sie ihren neuen Assistenten kurzerhand nach dem Science-Fiction-Vorbild benannt haben. Bis jetzt kommt Cortana nur als Pendant zu Apples „Siri“ auf den Mobilgeräten mit Windows Phone zum Einsatz.

Mit Windows 10 ersetzt der Assistent die klassische Suchen-Funktion des Betriebssystems. Damit werden unter Anderem umfangreiche Spracheingaben möglich, wodurch Sie Termine oder Erinnerungen einfach über den Assistenten anlegen können. Darüber hinaus versucht die Software, vom Verhalten des Nutzers zu lernen und so bei Bedarf individuelle Suchergebnisse zu liefern. Hoffen wir nur, dass sich Microsoft nicht langfristig an die Videospielvorlage hält: Hier verlieren Cortana-KIs bei längerem Betrieb durch den Lernfortschritt den Verstand, beschimpfen den Anwender und zerstören sich letztendlich selbst.
Windows 10 Startmenü
Es ist zurück – das klassische Windows-Startmenü. (Bild: Microsoft)

Das Startmenü: Zwei Rollen vorwärts und wieder eine zurück

Was lange währt, wird dann hoffentlich doch endlich gut: Mit Windows 8 hatte Microsoft den Start-Button abgeschafft und gänzlich auf sein Kachelsystem im so genannten Aero-Design gesetzt. Der Aufschrei unter den Nutzern war groß, so dass mit Version 8.1 eine stark abgespeckte Version wieder eingebaut wurde. Mit Windows 10 feiert der Button nun sein vollständiges Comeback – und er wurde sogar mit neuen Funktionen erweitert. Die Nutzer mit Desktop-PC oder aktuellen Notebooks wird es besonders freuen.

Rundes Konzept: Neue Features und verbessertes Design

Das Bild lässt es erahnen: Mit Windows 10 geht Microsoft wieder auf die Bedürfnisse klassischer PC- und Laptop-Anwender ein. Die Rückkehr des Startmenüs haben wir ja bereits erwähnt. Auffallend ist, dass die Buttons und Kacheln des Menüs im Windows-8-Look angelegt und verschoben werden können. Farbe und Transparenz des Hintergrunds sind ebenfalls anpassbar. Außerdem gibt es ein paar praktische neue Features: Ein Benachrichtigungssystem hilft Ihnen bei der Kommunikation in den Social-Media-Kanälen. Mit der ebenfalls völlig neuen Virtual-Desktop-Funktionen können Sie gleich mehrere Desktop-Oberflächen anlegen und je nach Verwendungszweck individualisieren.

Spieler aufgepasst – DX12 ist im Anmarsch

Ob Shooter oder Sportsimulation, derzeit setzen praktisch alle aktuellen Videospiele auf DirectX von Microsoft als Software-Schnittstelle. Die nächste Entwicklungsstufe wird Nummer 12 sein und ausschließlich für das neue Betriebssystem ausgeliefert werden. In der Praxis wird das bedeuten, dass Videospiele mit entsprechend kompatibler Grafikkarte unter Windows 10 besser aussehen und mit höheren Frameraten laufen werden.
Windows 10 Browser
"Project Spartan": Der Internet Explorer ist Geschichte. (Bild: Microsoft)

Abschied vom Internet Explorer

Mit Windows 10 verabschiedet sich Microsoft auch von seinem Browser. Der immer wieder umstrittene Internet Explorer wird nicht mehr weiterentwickelt und muss einem Nachfolger weichen. „Project Spartan“ wird in Zukunft der hauseigene Browser von Microsoft sein. Das heißt natürlich nicht, dass andere Browser Chrome oder Mozilla Firefox nicht mehr funktionieren, aber treue Nutzer des Internet Explorers werden sich nach einem Wechsel auf Windows 10 auch hier umstellen müssen. Dafür können Sie in Zukunft auf allen Geräten mit demselben Browser arbeiten.

Windows 10 wird kostenlos – oder doch nicht?

Die erste Ankündigung ließ alle Leser etwas ungläubig zurück und die Experten suchten den Haken an der Sache: Windows 10 ist für Besitzer einer Version von Windows 7 oder 8/8.1 ein Jahr lang komplett kostenlos. Das heißt, Sie haben ein Jahr lang Zeit, das Upgrade zu installieren. Auch danach soll Windows 10 für frühe Wechsler dauerhaft kostenlos bleiben. Wenn Sie das Jahr verstreichen lassen bzw. aktuell noch Windows XP oder Vista verwenden, müssen Sie zahlen. Genaue Preise hat Microsoft noch nicht genannt. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass Sie die Wahl zwischen einem Einmalpreis und einem Abo-Model haben werden. Ähnliches hat Microsoft schon für sein Office-Paket eingeführt.

Verkaufsstart: Sommer 2015 geht es los

Lange müssen wir auf Windows 10 nicht mehr warten. Es gibt zwar noch keinen offiziellen Termin, aber schon im Sommer 2015 wird das neue Betriebssystem, an den Start gehen. Ab diesem Zeitpunkt gilt dann auch das eine Jahr, in dem Besitzer von Windows 7 und 8/8.1 auf den Nachfolger kostenlos wechseln können.

Oder jetzt schon wechseln?

Wenn Sie es jetzt schon nicht mehr abwarten können, haben Sie die Möglichkeit, Windows 10 jetzt schon vorab über das Microsoft-Insider-Programm zu testen. Das ist ebenfalls völlig kostenlos und setzt nur eine Registrierung auf der offiziellen Microsoft-Webseite voraus. Doch aufgepasst: Diverse Bugs und Probleme mit Treibern sind bei der Vorabversion noch sehr wahrscheinlich, so dass Sie kein System upgraden sollten, auf dessen Funktionalität Sie zu 100 Prozent angewiesen sind. Ganz nebenbei müssen Sie außerdem über die Eula zustimmen, dass Microsoft während der Testphase Tastatureingaben, Suchbegriffe und den Zugriff auf Programme mitlesen darf.

(oha)

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