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Weihnachtsgeschenke umtauschen - diese Rechte haben Sie

27.12.2012 - 10:00

Alle Jahre wieder kommt es an Heiligabend zur gleichen, unangenehmen Situation: Da hat man viel Mühe in die Auswahl eines passenden Geschenks gesteckt, damit das Präsent letztlich doch wieder in doppelter Ausführung unter dem Weihnachtsbaum liegt. Viele fackeln dann nicht lange und tauschen das ungeliebte Mehrfachgeschenk zügig um.

Pünktlich nach den Weihnachtsfeiertagen beginnt deshalb die Umtausch-Hochsaison. Gründe für einen Umtausch gibt es viele, doch nicht in jeder Situation lassen sich gekaufte Produkte anstandslos zurückgeben. CHECK24 zeigt die populärsten Irrtümer – und welche Rechte Sie wirklich haben.

Ladenkauf – Zwischen Kulanz und Kassenbon

Wer sich mit Anlauf in die völlig überlaufenen Fußgängerzonen wirft und seine Geschenke im Laden einkauft, hat keinen Anspruch darauf, sie später umzutauschen – zumindest rein rechtlich gesehen. Der Händler ist mit dem Kunden einen bindenden Vertrag eingegangen, von dem dieser nicht einseitig wieder zurücktreten kann.

Stimmt der Händler einem Umtausch dennoch zu, tut er dies aus reiner Kulanz. Zwar nehmen die meisten Ladengeschäfte gerade nach Weihnachten unpassende Produkte wieder zurück, ein grundsätzliches Anrecht auf Rückgabe hat der Kunde jedoch nicht. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich bereits beim Kauf über die Modalitäten informieren. Diese bleiben vollständig dem Händler überlassen: Einige zahlen den Kaufpreis vollständig in bar wieder aus, während andere nur gegen Gutschein oder alternative Ware umtauschen.

Besonders wichtig: Bewahren Sie unbedingt den Kassenbon auf! Dieser ist in den meisten Läden die Grundvoraussetzung für einen Umtausch, auch wenn er keine Garantie darstellt. Wer darauf achtet, Produkt und Verpackung möglichst wenig zu beschädigen und nach Möglichkeit auch die Etiketten nicht zu entfernen, hat gute Karten für eine reibungslose Abwicklung.

Reklamationen – Pochen Sie auf Ihr Recht!

Weist das gekaufte Produkt dagegen Herstellungsfehler oder Transportschäden auf, ist die Situation eine gänzlich andere. Wenn etwa die neue Kompaktkamera nicht funktioniert, muss der Händler für Ersatz sorgen oder die Mängel beheben. Per Gesetz beträgt die Gewährleistungspflicht zwei Jahre.

Verpackung, Kassenbon und andere Kleinigkeiten sind dann nicht mehr von Belang, solange Sie den Nachweis erbringen können, das Produkt bei ebenjenem Händler gekauft zu haben. Die einfachste Möglichkeit dafür ist allerdings trotzdem wieder der Kassenbon.

Dennoch ist Vorsicht geboten: Der Händler darf den Kunden bei Reklamationen nicht mit einem Gutschein abspeisen. Kann der Anbieter den Schaden nicht ausbessern oder die Ware ersetzen, muss er den vollständigen Kaufpreis zurückerstatten.

Online-Kauf – Stressfrei und sicher

Der Einkauf im Internet bietet in diesem Zusammenhang große Vorteile: Dabei handelt es sich um einen Fernabsatzvertrag, von dem der Käufer innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurücktreten kann. Wer seine Geschenke also nicht zu früh bestellt, kann Sie im Ernstfall auch nach den Weihnachtsfeiertagen noch zurückschicken.

(tki)

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