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Waschmaschinen bei Stiftung Warentest - Wartezeit und Wasserschaden

03.01.2013 - 16:52

Einmal jährlich ist Waschzeit bei Stiftung Warentest: Dann wandert eine Armada von Waschmaschinen aller großen Hersteller ins Testlabor und muss sich dort einer knallharten Prüfung unterziehen. Wenn eine Maschine die strengen Kriterien der Warentester nicht erfüllen kann, wird sie gnadenlos als mangelhaft deklariert – und kurz darauf meist vom Markt genommen.

Im diesjährigen Test sind es 13 Waschmaschinen, die sich den Testroutinen stellen, zehn Frontlader-Waschmaschinen mit der klassischen Bullaugen-Tür und drei Toplader-Modelle, die sich bequem von oben befüllen lassen.

Die Dauerprüfung: Schleudertrauma

Um überhaupt ein gutes Testurteil erreichen zu können, muss jede Maschine zunächst die Dauerprüfung überstehen. Dabei gehen die Warentester erfahrungsgemäß nicht gerade zimperlich vor. In dreifacher Ausführung muss jedes Modell 1.840 Waschgänge in unterschiedlichen Programmen absolvieren – für drei der Testkandidaten zu viel des Guten.

Während sich die Gorenje WA72149 mit zwei der drei Testgeräte noch fast bis ins Ziel schleppte, lief bei allen drei Waschmaschinen vom Typ Candy Evo 1483DW frühzeitig Wasser aus. Bei Wasserschäden verstehen die Warentester seit jeher keinen Spaß – „mangelhaft“.

Unendliche Geschichte: Warten auf die Wäsche

Die aktuelle Waschmaschinen-Generation präsentiert sich zwar sparsam im Wasser- und Stromverbrauch, lässt sich im Gegenzug jedoch reichlich Zeit. Da ein Großteil der benötigten Energie für das Aufheizen des Wassers benötigt wird, tricksen die meisten Maschinen: Das angepriesene 60-Grad-Programm wäscht dann lediglich mit Temperaturen zwischen 45 und 50 Grad Celsius.

Damit die Wäsche trotzdem sauber wird, muss der Waschvorgang entsprechend länger sein. Spitzenreiter der Gemütlichkeit ist die LG F1447TD01, die in den meisten Programmen über drei Stunden läuft. Auch die übrigen Maschinen benötigen stattliche Zeitspannen – kein einziges Modell kommt über ein „befriedigend“ für die Programmdauer hinaus.

Toplader gegen Frontlader: Miele-Maschinen unter sich

Einmal mehr sind es die Traditionsmarken, die im Test die besten Ergebnisse liefern. Miele erreicht mit seinem Frontlader W 5821 WPS und dem Toplader W 627 F WPM jeweils die Bestnote aller getesteten Maschinen. Beide Maschinen waschen in ihrer Klasse am besten. Während das Frontlader-Modell sich gegen den Verfolger von Siemens nur knapp durchsetzt, liegt die Toplader-Maschine mit deutlichem Abstand vor der Konkurrenz.

Der einzige Haken: Beide Modelle von Miele liegen auch preislich in der Oberklasse und sind mit 1.100 respektive 1.300 Euro entsprechend teuer. Wer sich derartige Summen sparen möchte, ohne dabei auf Qualität zu verzichten, findet andere Waschmaschinen im Preisvergleich zu deutlich günstigeren Preisen: Der Frontlader Blomberg WNF 74421 WE30 ist bereits für unter 400 Euro erhältlich, der Toplader AWE 5125 kostet derzeit lediglich 300 Euro.

(tki)

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