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Wäschetrockner - diese Technik steckt in den bequemen Haushaltshelfern

19.02.2013 - 21:00

Eigentlich ist ihre Existenz hauptsächlich der menschlichen Bequemlichkeit geschuldet: Ein Wäschetrockner ist mit Sicherheit kein Muss im Haushalt, kann die Arbeit jedoch deutlich erleichtern. Das Gerät erspart seinem Nutzer das Aufhängen der Wäsche und spuckt sie schranktrocken wieder aus – sehr komfortabel.

Allerdings muss sich der Wäschetrockner noch immer zahlreiche Klischees und Vorurteile anhören. Dabei sind beileibe nicht alle Modelle teure Energieschleudern: Maßgeblich für den Stromverbrauch sind die Bauart des Trockners und die verwendete Technologie.

Ablufttrockner – lästiges Anhängsel

Die ersten serienreifen Trockner funktionierten nach dem Abluftprinzip: Der Trockner zieht Luft aus dem Raum, erwärmt sie und trocknet damit die Wäsche im Inneren des Geräts. Nun muss die feuchte Luft irgendwo hin – und zwar im besten Fall ins Freie. Dafür muss der Nutzer einen Abluftschlauch durch ein Fenster nach draußen leiten, um die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht in ungeahnte Höhen zu treiben.

Auch heute sind Ablufttrockner noch gängig und zählen zu den günstigsten Geräten auf dem Markt. Allerdings benötigen Abluft-Modelle vergleichsweise viel Strom und sind durch den nötigen Schlauch in ihrem Aufstellort stark eingeschränkt. Ein weiterer Nachteil: Der Trockner entzieht dem Raum warme Luft, während durch das geöffnete Fenster kalte Luft eindringt. Gerade im Winter können dadurch erheblich höhere Heizkosten entstehen, die den günstigen Anschaffungspreis über die Jahre relativieren.

Kondenstrockner – die Auffangstation

Wer auf das lästige Schlauch-Anhängsel eines Abluft-Modells verzichten will, der greift zu einem Kondenstrockner. Auch diese Geräte saugen die Raumluft ein und erwärmen sie, um damit die Wäsche zu trocknen. Anschließend wird die Luft jedoch nicht direkt wieder nach außen abgegeben, sondern im Trockner durch einen Kondensator geleitet. Dieser kühlt die warme Luft mit kalter Außenluft ab und entzieht ihr dadurch die Feuchtigkeit, bevor sie anschließend neu erwärmt wird.

Dadurch entsteht ein geschlossener Kreislauf, ein Abluftschlauch ist nicht mehr nötig. Im Gegenzug sammelt sich das Wasser beim Kondensator in einem Auffangbehälter, der regelmäßig geleert werden muss. Kondenstrockner verbrauchen etwas mehr Energie als Abluft-Modelle und sind etwas teurer in der Anschaffung, können jedoch flexibler aufgestellt werden.

Wärmepumpentrockner – die Sparsamen

Sparsame Trockner der aktuellen Generation sind mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Diese Geräte zählen zu den Kondenstrocknern, arbeiten jedoch mit einer moderneren und deutlich effizienteren Technik: Für das Abkühlen der feuchten Luft wird keine kalte Luft von außen benötigt, der gesamte Kühl- und Aufwärmvorgang geschieht direkt in der integrierten Wärmepumpe.

Dadurch geht im gesamten Prozess deutlich weniger Wärmeenergie verloren, was die Effizienz massiv steigen lässt: Die sparsamsten Wärmepumpentrockner können Energieeffizienzklassen bis zu A++ erreichen. Allerdings gehören die Modelle mit Wärmepumpe zu den teuersten Geräten auf dem Markt – was sich jedoch bei regelmäßiger Nutzung schnell amortisiert.

(tki)

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