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Wäschetrockner bei Stiftung Warentest - gut, gefräßig, gefährlich

30.07.2013 - 16:33

Einmal jährlich testet Stiftung Warentest sämtliche Wäschetrockner, die der Markt gerade hergibt. Und wenn die Warentester eines nicht mögen, dann sind es Verarbeitungsmängel. Übersteht das Gerät die Dauerprüfung nicht, dann wandert es ganz schnell ans Ende des Testfelds. Wenn der Wäschetrockner zusätzlich sogar Sicherheitsmängel aufweist, sehen die Tester endgültig rot.

In der Regel trifft es mehrere Testkandidaten – doch in diesem Jahr fällt der Wäschetrockner-Test überraschend positiv aus. Acht der zehn getesteten Modelle erhalten ein gutes Qualitätsurteil und sind rundum empfehlenswert. Zwei Warnungen spricht Stiftung Warentest aber dennoch aus.

Die Falle schnappt zu

„Mangelhaft“, Note 5,0 – die Wertung des Gorenje D7664N spricht eine deutliche Sprache. Denn im schlimmsten Fall verwandelt sich der Wäschetrockner in eine gefährliche Falle, aus der es kein Entkommen mehr gibt: Klettert etwa ein Kind beim Versteckspiel in die Trommel und schließt die Tür, kann diese nicht mehr von innen geöffnet werden.

Durch die starke Abdichtung besteht sogar akute Erstickungsgefahr, wenn die Tür nicht rechtzeitig wieder von außen entriegelt wird. Das entspricht nicht den geltenden Sicherheitsbestimmungen für Wäschetrockner und katapultiert den Gorenje D7664N ans Tabellenende. Da hilft es wenig, dass der Gefahrenherd mit knapp 450 Euro das günstigste Gerät im Test ist.

Vermeintliche Schnäppchen

Alle getesteten Wäschetrockner sind mit einer Wärmepumpe ausgestattet, der aktuell fortschrittlichsten Trockner-Technologie. Da sollte man doch annehmen können, dass sich der Stromverbrauch generell in Grenzen hält – doch weit gefehlt: Mit dem Hoover VHC 980 ATX befindet sich ein Gerät im Testfeld, das es mit der Energieeffizienz nicht ganz so genau nimmt.

Stiftung Warentest weist für den Trockner in zehn Jahren einen errechneten Stromverbrauch von 455 Euro aus – gegenüber der Konkurrenz ein erschreckend hoher Wert. Zum Vergleich: Der Beko DPU 8306 GXE, seines Zeichens das sparsamste Modell im Test, begnügt sich mit insgesamt 230 Euro. Zwar ist der Hoover VHC 980 ATX mit einem Marktpreis von knapp 500 Euro vergleichsweise günstig – doch der doppelte Stromverbrauch bei gleicher Technologie gibt zu denken. Aktuelle Wäschetrockner müssen also nicht zwangsläufig sparsam sein, erst der Blick auf die harten Fakten zeigt den tatsächlichen Energiebedarf.

Die Besten

Wer also sowohl sparsam als auch sicher trocknen möchte, der sollte deutlich tiefer in die Tasche greifen. Einer der beiden Testsieger, der Miele T 8857 WP EcoComfort, ist mit knapp 1.400 Euro das teuerste Modell im Testfeld, bietet jedoch die beste Kombination aus einfacher Handhabung und guten Trocknungsergebnissen. Günstiger wird es mit dem Co-Testsieger Bosch WTY87701: Rund 850 Euro sind zwar ebenfalls kein Schnäppchen, doch die komfortabelste Handhabung aller Testkandidaten und der niedrige Stromverbrauch sprechen für sich. Auch mit den sechs anderen, ebenfalls guten Trocknern macht der Nutzer nichts falsch – bis auf kleinere Schwächen bieten sie allesamt überzeugende Qualität.

(tki)

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