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Die TV-Trends 2016 - UHD und HDR statt 3D

25.05.2016 - 09:49

Pünktlich zur Fußball-EM präsentieren die großen TV-Hersteller ihre neuesten Modelle. CHECK24 klärt die wichtigsten Fragen: Setzt sich Ultra HD endgültig in den Wohnzimmern durch? Sind Smart-TVs immer noch en vogue? Will noch jemand 3D sehen? Und was versteht man eigentlich unter dem neuen Trend HDR?

Der Mai ist für TV-Enthusiasten der spannendste Monat, denn dann erscheinen die neuen Modelle der bekannten Hersteller. Spätestens jetzt lässt sich die Entwicklung für die kommenden Monate erkennen. Wir nehmen die aktuellen Geräte der großen Unternehmen unter die Lupe und gehen den TV-Trends 2016 auf den Grund.

3D fast am Ende

2015 hat es sich bereits angedeutet, nun ist es Gewissheit: 3D-Fernseher haben sich in den Wohnzimmern nicht durchgesetzt. Während Hollywood munter dreidimensional produziert, geht die Anzahl der TV-Modelle stark zurück. Wenn Marktführer Samsung keine 3D-tauglichen Geräte mehr auf den Markt bringt, ist das ein deutliches Zeichen. Philips schließt sich dem Trend an und verzichtet in diesem Jahr ebenfalls auf 3D-Fernseher. Wer noch in die dritte Dimension abtauchen möchte, muss zu Produkten von Panasonic, Sony oder LG greifen.

Ultra HD setzt sich endgültig durch

Während also 3D immer mehr an Bedeutung verliert, setzt die Ultra-HD-Auflösung ihren Siegeszug fort. Zum ersten Mal finden sich erheblich mehr UHD- als Full-HD-Modelle auf dem Markt. Bei Samsung lösen nur noch drei der insgesamt 13 Serien in Full-HD-Qualität auf. Bei den anderen Herstellern ist es ähnlich. Damit ist Ultra HD endgültig der neue Standard. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die höhere Auflösung sorgt für eine detaillierte Bildqualität. Außerdem verringert sich der Sitzabstand durch die erhöhe Pixeldichte - selbst aus kurzer Entfernung lassen sich keine Pixel mehr erkennen. Damit eignen sich die Fernseher auch für kleinere Zimmer.

Da die Preise längst nicht mehr in astronomischen Höhen liegen, spricht eigentlich nichts mehr gegen die Anschaffung eines Ultra-HD-Fernsehers – wären da nicht die mangelnden Inhalte. Doch auch hier ist Besserung in Sicht. 2016 sind endlich die ersten nativen 4K-Blu-rays samt passender Abspielgeräte erschienen. Und auch Streaming-Anbieter wie Netflix oder Amazon Prime bieten bereits Ultra-HD-Inhalte an.
 
LG 65UH8500 Super UHD 4K HDR Smart LED TV
Exzellente Bildqualität und perfekten Kontrast verspricht die Technologie HDR. (Bild: LG)

Nanokristalle verlieren an Wichtigkeit

Bei den 4K-TVs unterscheidet Samsung auch in diesem Jahr zwischen UHD- und SUHD-Geräten. Letztere punkten mit einem erweiterten Farbraum durch eine Schicht aus Nanokristallen. Die Südkoreaner nennen die Technologie Quantum Dot. Die Displays sollen im Vergleich zum letzten Jahr vor allem in hellen Räumen eine verbesserte Bildqualität bieten. Waren die Nanokristalle 2015 eines der großen Verkaufsargumente, flaut der Trend in diesem Jahr schon wieder ab. Einzig Samsung bewirbt die Technologie noch aktiv.

HDR – der große Trend 2016

Der große Trend 2016 hört auf den Namen High Dynamik Range (HDR). Die Technologie stammt ursprünglich aus der Fotografie und bietet einen deutlich besseren Kontrast zwischen hellen und dunklen Bildern. Zudem kann sich der Nutzer über lebendiges Weiß und sattes Schwarz freuen. Alle namhaften Hersteller verkaufen jetzt HDR-Geräte. Bei Samsung bieten beispielsweise bereits die SUHD-Fernseher den verbesserten Kontrast. LG und Philips liefern direkt alle neuen Ultra-HD-Modelle mit HDR-Unterstützung aus.

HDR ist ein wichtiges Kriterium, um das neu eingeführte Ultra-HD-Premium-Logo der UHD-Alliance (Fachverband aus TV-Herstellern, Technologieunternehmen und Hollywood-Studios) zu erhalten. Wer auf die beste Bildqualität Wert legt, sollte 2016 auf dieses Gütesiegel achten.
 
Samsung Smart Hub
Interaktive Smart TV-Funktionen sind ein Muss. Jetzt soll alles noch schneller und einfacher gehen. (Bild: Samsung)

Smart TV und Ausstattung

Auch in diesem Jahr bietet fast jeder Fernseher zahlreiche Smart-TV-Funktionen. Samsung bleibt dem freien Linux-Betriebssystem Tizen treu, überarbeitet den Smart Hub jedoch komplett. Über die Menüleiste am unteren Bildschirmrand sollen alle Anwendungen in maximal drei Schritten erreichbar sein. LG setzt auf eine verbesserte Version von WebOS. WebOS 3.0 ist noch einmal ein gutes Stück schneller geworden und verfügt über einige praktische Funktionen wie eine Bildschirmlupe. Android TV kommt bei den Geräten von Sony und Philips zum Einsatz. Das Betriebssystem musste 2015 noch mit einigen Kinderkrankheiten kämpfen und wirkte in Sachen Bedienung nicht ausgereift. Das soll sich mit der neuen Version ändern. Bei der App-Auswahl bleibt Android TV unangefochten – der Google Play Store macht es möglich.

Panasonic verwendet weiterhin das Firefox-Betriebssystem. Viel spannender ist hier jedoch die TV-Tuner-Ausstattung. Die teureren Modelle verfügen über einen sogenannten Quattro-Tuner. Damit lässt sich das TV-Programm nicht nur per Kabel, Antenne und Satellit empfangen sondern auch per TV>IP. Die Fernseher empfangen das Satellitensignal eines anderen Panasonic-TVs oder von unterstützen Receivern kabellos. Die Tuner liegen in doppelter Ausführung vor. So lassen sich beispielsweise zwei Sendungen parallel aufzeichnen.

Fazit

Nachdem sich Ultra HD durchgesetzt hat, steht dieses Jahr nicht die Auflösung, sondern der Kontrast im Fokus. Jeder Hersteller setzt auf die HDR-Technologie zur Kontrastverbesserung. 3D spielt dagegen fast keine Rolle mehr. Samsung und Philips haben sich abgewendet, auch die anderen Unternehmen bewerben die 3D-Unterstützung nicht mehr.
 

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