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Fotografieren im Frühling: Blumen perfekt ins Bild gesetzt

12.05.2016 - 10:40

Auch wenn der Frühling mit den Eisheiligen eine kleine Pause einlegt, die warme Jahreszeit ist angebrochen! Die Temperaturen steigen stetig, die Tage werden länger – und nach und nach sprießen die Blüten. So ergibt sich wieder häufiger die Gelegenheit, das prächtige Farbenspiel mit der Kamera einzufangen. Wir geben Ihnen Tipps, mit denen Ihre Blumen-Fotos noch besser gelingen.

Das passende Motiv finden

Überlegen Sie zunächst, in welchem Umfeld Sie Ihre Fotos aufnehmen möchten. Eine menschenleere Weide auf dem Land eignet sich sicherlich besser für ungestörtes Fotografieren als eine knappe Grünfläche im gut besuchten Stadtpark. Die Motivauswahl ist auch von der Vegetationsvielfalt abhängig. Ein botanischer Garten etwa bietet viele unterschiedliche Pflanzen in direkter Nachbarschaft. Fixieren Sie sich nicht nur auf Blumen am Boden. Auch Äste in Kopfhöhe tragen Blüten, die sich hervorragend als Motiv eignen.

Suchen Sie nach möglichst symmetrischen Blüten, ohne ablenkende Makel. Als i-Tüpfelchen fotografieren Sie Insekten auf der Blüte gleich mit und hauchen dem Bild so zusätzliches Leben ein. In Sachen Belichtung erzeugt ein bewölkter Tag gestreutes Licht, wodurch kaum unerwünschte Schattenwürfe auftreten. Andererseits kann das Licht der tiefstehenden Sonne als warme Lichtquelle dienen, die Ihr Motiv von der Seite mit einem stimmigen Farbton ausleuchtet.
 
Blume mit Bokeh auf Wiese

Aus spannender Perspektive

Fotografieren Sie die Blume senkrecht von oben, erhalten Sie zwar ein großflächiges Abbild der Blüte, jedoch gilt diese Draufsicht aufgrund der zweidimensionalen Motive als eher langweilig. Eine spannendere Perspektive ist die Sicht von der Seite, etwa auf ähnlicher Höhe wie die Blume. Denn so erfassen Sie auch einen Hintergrund, der entweder aus weiterer Fauna hinter dem Hauptmotiv besteht oder aber aus dem Himmel – je nachdem, ob Sie eher von seitlich-oben oder seitlich-unten fotografieren. Das bedeutet natürlich auch, dass Sie mindestens in die Hocke gehen müssen, bevor Sie auf den Auslöser drücken. Moderne Kameras, wie etwa die Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV, erleichtern Ihnen bodennahe Aufnahmen mit Klapp-Displays.

Grundsätzlich gilt, dass Sie mit der Lichtquelle im Rücken fotografieren sollten (natürlich ohne dabei selbst einen Schatten zu werfen). Sie können sich aber auch daran versuchen, eine Aufnahme mit Gegenlicht zu tätigen. So kann ein sonnendurchleuchtetes Blätterdach ein wunderbarer Hintergrund sein. Hierbei müssen Sie eventuell den Blitz einschalten, um das Hauptmotiv zusätzlich aufzuhellen.

Räumlichkeit erzeugen

Haben Sie Ihr gewünschtes Motiv und einen passenden Hintergrund gefunden, gilt es diese Bildbestandteile in Einklang zu bringen – eine stimmige Komposition zu erzeugen. Die meisten Kameras, sei es die in Smartphones oder eine aktuelle Kompaktkamera, bieten einen Makromodus speziell für Nahaufnahmen an. Wählen Sie diesen Modus aus, stellt sich der Fokus auf Objekte im Nahbereich ein.

Bei fortschrittlicheren Modellen und Systemkameras mit Wechselobjektiven können Sie außerdem die Blendenzahl (f) einstellen. Je kleiner dieser Wert ist, desto größer ist die Blendenöffnung und es gelangt mehr gestreutes Licht durch das Objektiv. Der Effekt bei weit geöffneter Blende: Die Schärfentiefe ist gering. Das bedeutet, dass Ihr fokussiertes Hauptmotiv scharfgestellt ist, Objekte im Vordergrund und der Hintergrund dagegen verschwimmen. So rückt das Hauptmotiv noch mehr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und es entsteht zugleich ein räumlicher Eindruck. Die subjektiv wahrgenommene Beschaffenheit dieser Hintergrundunschärfe (sanft bis hart) wird auch Bokeh genannt.

Die Brennweite können Sie danach auswählen, wie viel vom Hintergrund Sie mit auf dem Bild haben möchten. Im Weitwinkel erfassen Sie mehr von der Wiese, in der Tele-Stellung des Objektivs füllt das Hauptmotiv mehr vom Bild aus. Das Objektiv muss nicht zwingend ein spezielles Makro-Objektiv sein. Normalbrennweiten, über die etwa eingebaute Objektive in Kompakt- oder Bridgekameras oder Kit-Objektive von System- und Spiegelreflexkameras verfügen, sind für die Aufnahmen von Pflanzen völlig ausreichend.

(ksc)

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